Die Ergebnisse ihrer Versuche im Windkanal und mit einem Schießroboter veröffentlichten sie in der Fachzeitschrift "Scientific Reports". "In den letzten Jahren gab es dramatische Veränderungen bei den Formen und Designs von Fußbällen", schreiben die Wissenschaftler.
Erhebliche Unterschiede
Sie untersuchten Bälle mit 6, 8, 14 und 32 Feldern. Im Einzelnen waren es die Bälle mit den Namen "Brazuca", "Cafusa", "Jabulani", "Teamgeist 2" sowie "Vantaggio", der das klassische Fußballmuster mit Fünf- und Sechsecken aufweist. Tatsächlich maßen Hong und Asai erhebliche Unterschiede beim Luftwiderstand und beim Flugverhalten der Bälle.
Nach Angaben der Forscher spielt es eine wichtige Rolle, wie lang alle Nähte des Balls zusammengenommen sind: "Jabulani" mit 1,98 Metern Naht zeigt bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ein ähnliches Flugverhalten, während es sich bei "Cafusa" mit 4,47 Metern Naht mit der Geschwindigkeit deutlich ändert.
Stabilste Flugbahnen bei" Brazuca"
Im Durchschnitt aller Versuche wies der WM-Ball "Brazuca" die stabilsten Flugbahnen auf, dicht gefolgt von "Vantaggio" mit dem klassischen Fußballmuster. "Der beobachtete Effekt der Flächenanordnung auf die Flugeigenschaften ist hilfreich für praktisches Fußballtraining und für die Gestaltung neuer Fußbälle", schreiben die Forscher.
Sie geben aber zu, dass die Aerodynamik eines Balls nicht allein von den Oberflächenformen abhängt, sondern unter anderem auch von der Rauigkeit, dem Material und der Verarbeitungsmethode. Dies solle in einer künftigen Studie untersucht werden.
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