02.01.2006 10:25 |

14-Jähriger tot

Türkei: Vogelgrippe- Verdacht nicht bestätigt

Erleichterung bei den türkischen Gesundheitsbehörden: Der Verdacht auf Vogelgrippe bei vier Kindern hat sich nicht bestätigt. Der Tod eines 14-jährigen Buben, der grippeähnliche Symptome zeigte, sei nicht auf eine Infektion mit dem H5N1-Erreger oder einem anderen Vogelgrippe-Virus zurückzuführen, erklärte das Ministerium am Montag. Auch die Tests bei den Schwestern und dem Bruder waren negativ.

"Die Erkrankungen wurden nicht von der Vogelgrippe oder einem anderen Grippevirus ausgelöst", sagte ein Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums, Turan Buzgan. Der Bub sei an einer Lungenentzündung gestorben, berichtete der Fernsehsender CNN-Turk unter Berufung auf das Krankenhaus. Die Geschwister im Alter zwischen sechs und 15 Jahren waren am Samstag mit hohem Fieber, einer Halsentzündung und Husten ins Krankenhaus von Van im Südosten der Türkei eingeliefert worden.

Der 14-Jährige erlag am Sonntag seiner Krankheit. Der Zustand seiner ältesten Schwester wurde als kritisch beschrieben.

Hühner positiv getestet
Die türkischen Behörden hatten in der vergangenen Woche erklärt, dass einige Hühner in der Ortschaft Aralik im Osten des Landes positiv auf eine Variante des H5-Erregers getestet worden seien. Die Geschwister stammten aus der Ortschaft Dogubeyazit, etwa 60 Kilometer südlich von Aralik. Sie halfen bei der Verpflegung von Hühnern auf einer Farm und aßen offenbar ein erkranktes Tier.

Zwei weitere Patienten im Alter von fünf und 35 Jahren wurden am Sonntag in dasselbe Krankenhaus eingeliefert, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete. Ihre Testergebnisse lagen am Montagmorgen noch nicht vor.