Nach Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist nun also auch Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker zur Einsicht gelangt, dass man von europäischer Seite mit Putin über ein Kriegsende in der Ukraine verhandeln müsse. Andernfalls würden die Amerikaner allein mit dem Kreml einen Friedensschluss aushandeln, der dann wohl zulasten der Europäer ginge.
EINERSEITS wären derlei Gespräche längst überfällig, da die EU durch ihre massive Unterstützung der Ukraine indirekt tatsächlich Kriegspartei ist.
ANDERERSEITS stellt sich die Frage, ob der Kreml-Chef von seiner Seite zu solchen Gesprächen überhaupt bereit wäre. Nicht nur, weil er militärisch ohnehin im Vormarsch begriffen ist und möglicherweise glaubt, Friedensgespräche gar nicht nötig zu haben. Nicht nur, weil er allein Washington und keineswegs Brüssel weltpolitisches Gewicht zumisst.
Nein, Wladimir Putin könnte deshalb Gespräche mit den EU-Granden verweigern, weil diese – von Ursula von der Leyen bis hin zu Merz und Macron – ihn ja persönlich seit Jahr und Tag immer wieder als Kriegsverbrecher, Diktator und Irren bezeichnen.
Da müsste man dann wohl jene Politiker ins Gefecht schicken, die bislang als „Putin-Versteher“ oder „dritte Kolonne des Kremls“ denunziert wurden. Also den ungarischen Premier Viktor Orbán oder den deutschen Ex-Kanzler Gerhard Schröder. Oder gar die bösen Rechtspopulisten, denen ja große Russlandnähe nachgesagt wird.
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