Um ihren Sohn aus der Haft zu befreien, sollte eine Mutter aus Niederösterreich 100.000 Euro zahlen. Dann meldete sich auch noch ein „Staatsanwalt“ bei der schockierten Frau.
Akzentfrei, ruhig, überzeugend – so meldete sich ein angeblicher Polizist bei der 65-Jährigen. Seine schockierende Botschaft: Ihr Sohn sei mit dem Auto in eine Menschenmenge gerast, zwei Personen seien dabei getötet worden.
Besonders perfide: Der Anrufer kannte die richtigen Namen des Sohnes, seiner Frau und der Kinder, die gemeinsam in Bad Vöslau wohnen. Die Familie sei unverletzt, sagte er – doch der Vater sitze nun in Haft. Nur eine Kaution von 100.000 Euro könne ihn retten. Die verzweifelte Mutter glaubte jedes Wort, alarmierte jedoch zum Glück auch ihren Lebensgefährten.
Polizei mahnt zur Vorsicht
Währenddessen erhöhte ein zweiter Täter – als „Staatsanwalt“ – den Druck: Wenn kein Bargeld da sei, solle Gold übergeben werden. Erst ein Rückruf beim Sohn brachte die Erlösung: Alles erfunden. Kein Unfall, keine Haft, kein Staatsanwalt.
Kriminalexperten warnen: Die neue Betrugswelle arbeitet mit perfekten Stimmen – möglicherweise KI-generiert. Die Täter sind top vorbereitet, recherchieren Familien-Details und spielen mit Urängsten. Appell der Polizei: Bei Schockanrufen sofort auflegen, selbst die Verwandten zurückrufen und nie Geld oder Wertsachen übergeben.
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