Mika Vermeulen zieht die Reißleine. Nach enttäuschenden Leistungen reist Österreichs Langlauf-Hoffnung von Olympia ab: „Es tut weh und ist eine riesige Enttäuschung!“
Der 26-Jährige hatte in den vergangenen Monaten alles auf sein großes Ziel ausgerichtet, musste aber bereits in der unmittelbaren Vorbereitung einige Rückschläge einstecken. Ende Dezember fiel der Steirer krankheitsbedingt für die Tour de Ski aus und musste seinen Plan für den Jänner umwerfen.
Nach einem intensiven Höhentraining stieg er im Jänner wieder in den Weltcup ein, konnte dort aber nicht an die guten Ergebnisse vom Dezember anschließen. Die fehlende Form sollte sich leider auch bei den Winterspielen fortsetzen. Im Skiathlon belegte er nur den 41. Platz, über die 10 km Skating – sein erklärter Lieblingsbewerb – kam er nicht über Rang 27 hinaus. Daraus zog Vermeulen letztlich seine Konsequenzen.
„Das sind nicht unsere Ansprüche“
„Die endgültige Entscheidung ist heute in der Früh gefallen, aber ich habe mir schon im Rennen gedacht, dass es keinen Sinn mehr macht. Ich hatte ein gutes Material und mich eigentlich auch gut gefühlt, aber wenn du bei jeder Zwischenzeit vier, fünf Plätze verlierst, dann ist das ein schlechtes Zeichen. Man muss einsehen, dass das Niveau momentan so ist, wie es ist. Es ist nicht viel mehr drin, was komisch ist, weil man es nicht genau ableiten kann, warum es so ist. Die Chance, dass es beim 50er besser wird, ist sehr minimal. Wir sind hierher gefahren, um Medaillen zu machen und nicht darum zu kämpfen, nicht überrundet zu werden. Das sind nicht unsere Ansprüche“, erklärt Vermeulen.
Dass er sein großes Ziel, eine Olympia-Medaille zu holen, nicht erreicht hat, schmerzt ihn natürlich sehr. „Es tut weh und ist eine riesige Enttäuschung. Ich kann es aber nicht mehr ändern, sondern muss es annehmen, wie es ist.“ Jetzt geht es für Vermeulen darum, Ursachenforschung zu betreiben, um herauszufinden, warum er just bei Olympia nicht in Form kam.
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