Der Gehaltspoker in den oö. Ordensspitälern spitzt sich zu: Nach fünf ergebnislosen Verhandlungsrunden steht ein neuer Streik im Raum. Für zusätzliche Birsanz sorgt jetzt eine Anzeige bei der Finanz gegen einen Betriebsrat.
Die Situation beim nichtärztlichen Personal in den acht oberösterreichischen Ordensspitälern ist mehr als verfahren: Seit Monaten gibt es zwischen der Gewerkschaft und den Krankenhausträgern einen Poker um mehr Gehalt und weniger Arbeitszeit. Trotz einer Kundgebung und einem Streik ist man sich in fünf Verhandlungsrunden nicht näher gekommen – die „OÖ-Krone“ berichtete.
„Es wird versucht, Leute gegenseitig aufzuhussen“
Die Diskrepanzen sind auch innerhalb der Belegschaft immer deutlicher zu spüren. Erwin Deicker, Betriebsratsvorsitzender des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Linz, stellt sich gegen die Aktion der Gewerkschaft, die Unterstützung von einer Berliner Agentur hat. „Es ist nicht gut, dass hier versucht wird, die Leute gegenseitig aufzuhussen. Das gefällt mir gar nicht.“ Deicker stellte sich von Beginn an gegen den damaligen Streik. Ob das etwas mit einer aktuellen Anzeige gegen ihn zu tun hat, kann er zwar nicht beweisen, er nimmt es aber an.
Wie Deicker der „Krone“ am Donnerstag berichtete, wurde er in seiner Funktion als Betriebsrat bei der Finanz angezeigt. „Wahrscheinlich möchte man mich einschüchtern oder meine Person mit Schwierigkeiten belegen. Was wir im Betriebsrat machen, ist alles belegt und wird auch laufend geprüft. Da wird nichts herauskommen“, sagt Deicker und ergänzt: „Hier werden Methoden angewendet, das darf gar nicht wahr sein.“
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