Nacktbilder, „Sexting“ oder Kontaktanfragen von Fremden: Was für viele Erwachsene unvorstellbar wirkt, gehört für Jugendliche längst zur digitalen Realität. Ein neuer Workshop des Landes Oberösterreichs setzt genau hier an – mit Aufklärung, klaren Regeln und konkreten Schutzstrategien.
„Wo kann man am Handy und Computer auf nackte Inhalte treffen?“ – mit dieser Frage startet jeder Workshop „Nackt im Netz – Safe durch digitale Welten“, der aktuell an Schulen angeboten wird. Jugendlichen nennen meist schnell Social Media, Porno-Seiten oder gar Sticker.
„Es geht viel schneller, als man denkt – und Eltern haben das oft nicht am Radar“, sagt Christa Pacher-Gratzer vom JugendService OÖ. Laut Studien haben 45 Prozent der Mädchen und 59 Prozent der Burschen bereits Pornos gesehen, rund ein Viertel sogar unfreiwillig.
Teenager brauchen Orientierung
„Jugendliche stoßen auf Inhalte, für die sie noch keine Schutzstrategien haben“, so Pacher-Gratzer. Daher setzt das Land verstärkt auf Prävention: „Junge Menschen brauchen klare Orientierung, Wissen über ihre Rechte und konkrete Handlungsmöglichkeiten“, betont Landesrat Martin Winkler (SPÖ).
Als mehrfacher Vater und Großvater ist mir das ein Anliegen. Unser Ziel mit dem Workshop ist es Jugendliche rechtlich, medial und persönlich zu stärken.

Martin Winkler; Jugendschutz-Landesrat
Bild: SPÖ
Der Workshop für Teenager ab 13 Jahren wird von Sexualpädagogin Karin Mühlwasser und Medienpädagoge Manuel Lanzerstorfer geleitet. Viele wüssten zwar, dass das Weiterleiten von Nacktbildern strafbar ist, „aber die Sensibilität im Alltag umzusetzen, ist oft schwierig“.
Nach 62 Pilot-Workshops 2024 und 2025 ist „Nackt im Netz“ nun fixer Bestandteil des Jugendschutzes. Für 2026 sind rund 60 Workshops mit einem Budget von etwa 20 000 Euro geplant.
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