Schüsse in Wohnhaus

Anschlag auf General: Polen wirft Moskau Lüge vor

Außenpolitik
10.02.2026 15:06
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach dem Schussattentat auf einen General in Moskau wirft Polens Spionageabwehr Russland Desinformation vor. Warschau sei nicht in den Mordanschlag involviert gewesen, heißt es.

Die russischen Vorwürfe sollten das Bild zeichnen, dass Russland und Belarus aus dem Westen bedroht würden. Die polnischen Geheimdienste hielten sich an die Gesetze und die Vorgaben ihrer Führung, sagte der Leiter des Militärgeheimdienstes SKW, Jaroslaw Strozyk, der Nachrichtenagentur PAP in Warschau. Die Moskauer Angaben über eine angebliche polnische Spur bei der versuchten Tötung des russischen Generals Wladimir Alexejew sei ein typisches Beispiel für gezielte russische Desinformation, so der Brigadegeneral.

Wladimir Alexejew
Wladimir Alexejew(Bild: EPA/RUSSIAN DEFENCE MINISTRY PRESS SERVICE HANDOUT)

Zwei Verdächtige in Haft
Alexejew, Vizechef des russischen Militärgeheimdienstes, war vergangene Woche in Moskau durch Schüsse schwer verletzt worden. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB nahm zwei Verdächtige fest und macht die Ukraine für den Anschlag verantwortlich. Der Schütze sei „unter Beihilfe polnischer Geheimdienste“ angeworben worden, wurde behauptet.

Enttarnter Spion wusste viel über Polens Militär
Strozyk deutete die Moskauer Vorwürfe auch als Vergeltung für die Enttarnung eines mutmaßlichen russischen Spions im polnischen Verteidigungsministerium. Der vergangene Woche festgenommene Mitarbeiter der Planungsabteilung habe Wissen über nahezu alle Prozesse im Ministerium gehabt, erklärte der Chef der Gegenspionage. Geprüft werde, ob der Mann Teil eines Netzwerks sei.

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