Das gegenseitige Beschenken am 14. Februar ist für viele schon zur Tradition geworden. Am liebsten greifen Österreicher dabei nach wie vor zu Blumen. Das merken auch die steirischen Produzenten, die in den vergangenen Tagen zur Höchstform aufliefen, damit Sie heute frische Rosen und Tulpen bei Floristen und Gärtnern bekommen.
Rote Rosen, gelbe Gerbera oder doch lieber ein bunter Tulpenstrauß? Viele Steirer stehen am Valentinstag im Blumenladen vor der Qual der Wahl. Egal, wofür sie sich auch entscheiden, wichtig dabei ist nur eines: Aus Österreich sollte sie sein, die Blume für den Lieblingsmenschen. Einer, der für die heimische Blumenauswahl bei Floristen und Gärtnern sorgt, ist Stefan Wallner aus Graz.
Seit 2015 leitet er die Schnittblumengärtnerei Gartenbau Wallner in Graz-Liebenau und hat sich damit einen Namen in der Branche gemacht. Der Valentinstag geht natürlich auch an ihm nicht spurlos vorüber: „Die Menschen werden motiviert, wieder Blumen zu kaufen. Das wirkt sich natürlich auf unser Geschäft aus“, sagt der Fachmann und stellt gleichzeitig klar: „Reich wird man nur vom Valentinstag allein aber nicht.“
Kurze Transportwege und längere Haltbarkeit
Die Blumen – Rosen, Tulpen, Gerbera und Co. – werden von Wallner und seinen rund 43 Mitarbeitern von Zwiebel oder Samen bis zur fertigen Pflanze groß gezogen. Die Nachfrage danach steigt rund um den „Tag der Liebe“ selbstverständlich: „Ich kann das wirklich nur sehr grob schätzen, weil jede Sekunde, die man mit zählen verbringen würde, wäre eine verschwendete, aber ich denke schon, dass wir rund um den Valentinstag um die 80.000 Blumen schneiden“, verrät Wallner. Sicher ist auf jeden Fall: „Es ist wirklich eine große Menge Blumen.“
Warum es sich bezahlt macht, auf Blumen aus der Region zurückzugreifen, weiß der Experte genau: „Es gibt keine Garantie, dass österreichische Blumen länger halten als Blumen aus dem Ausland, aber die Wahrscheinlichkeit zur längeren Haltbarkeit ist natürlich da.“ Grund dafür sind unter anderem die kurzen Transportwege vom Produzenten bis zum Verkäufer, die sich positiv auf die Frische der Pflanzen auswirken.
Aber auch aus wirtschaftlicher Sicht macht der Kauf von österreichischen Blumen Sinn: „Es geht in weiterer Folge ja auch um heimische Arbeitsplätze, die dadurch gesichert werden.“
Der 14. Februar ist natürlich wichtig für unser Geschäft. Reich wird man nur vom Valentinstag allein aber nicht.

Stefan Wallner
Bild: Jürgen Fuchs
Pflanzenschutz im Fokus
Bei der Konkurrenz aus dem Ausland müsse man Wallner zufolge ein bisschen unterscheiden: „Blumen aus den Niederlanden sind aus biologischer Sicht nicht das große Problem. Die kommen immer noch aus Europa und werden unter denselben Voraussetzungen wie in Österreich produziert.“ Anders sei das bei Blumen, die von Farmen in Afrika oder Südamerika kommen: „Dort gibt es andere Vorschriften und Bestimmungen, wodurch der Preis dann kleiner sein kann.“
Dabei spielt der Fachmann vor allem auf das Thema Pflanzenschutz und Spritzmittel an: „Wir haben dazu strenge Auflagen hier in Österreich, aber wir legen auch persönlich viel Wert darauf.“ So setze Wallner unter anderem auf den Einsatz von Nützlingen, die Schädlinge fressen und die Pflanze dadurch schützen. „So macht das Arbeiten einfach Spaß“, betont der Mann mit dem extragrünen Daumen.
Der Valentinstag wird Jahr für Jahr auch für die österreichische Wirtschaft wichtiger. Laut einer aktuellen Erhebung der KMU Forschung Austria im Auftrag der WKÖ wollen heuer rund 63 Prozent der Österreicher ihren Partner oder ihre Partnerin mit einem Geschenk am 14. Februar überraschen.
Der unangefochtene erste Platz im Ranking der beliebtesten Geschenke zum „Tag der Liebe“ wird auch 2026 von Blumen belegt. Rund 49 Prozent der Schenkenden greifen darauf zurück. Am beliebtesten sind übrigens Rosen, gefolgt von Tulpen, Orchideen, Gerbera und Nelken.
Mit Süßigkeiten, Schokolade und Pralinen wollen 35 Prozent der Befragten ihren Liebsten den Tag versüßen. Und auch Restaurantbesuche (27 Prozent) sowie Parfums und Kosmetika (19 Prozent) sind beliebte Präsente am Valentinstag. Durchschnittlich werden dafür rund 55 Euro ausgegeben. Laut Prognose fließen dadurch österreichweit etwa 222 Millionen Euro in Geschenke für den „Tag der Liebe“.
Der Valentinstag beruht übrigens auf der Geschichte des heiligen Valentinus. Der Legende nach hat er trotz eines Verbots Liebespaare christlich getraut und ihnen nach der Hochzeit Blumen aus dem eigenen Garten geschenkt. Der 14. Februar geht auf seine Hinrichtung an diesem Tag im Jahr 269 nach Christus zurück.
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