„Diagonale“ in Graz

Großer Schauspielpreis geht heuer an Hilde Dalik

Steiermark
09.02.2026 17:00

Große Ehre für Hilde Dalik: Die Schauspielerin erhält heuer bei der „Diagonale“, dem Festival des österreichischen Films, den großen Schauspielpreis. Eröffnet wird das Festival, das heuer von 18. bis 23. März stattfindet, mit Markus Schleinzers Film „Rose“ – mit Schauspielstar Sandra Hüller in der Titelrolle.

Hilde Dalik erhält heuer den Großen Diagonale-Schauspielpreis. Die 1978 in Wien geborene Schauspielerin ist spätestens seit Michael Glawoggers Film „Contact High“ im Jahr 2009 aus der heimischen Film- und Fernsehszene nicht mehr wegzudenken: „Ihre Lust am Spiel, ihr schauspielerisches Handwerk, ihre Genauigkeit, ihr unverwechselbarer Humor und zugleich ihre Fähigkeit zu Tiefgang zeichnen Hilde Dalik aus“, urteilt die Jury. Zuletzt war Dalik etwa in zwei „Landkrimis“ oder dem Kinofilm „Perla“ zu sehen – einem breiten Publikum ist sie aus der TV-Serie „Der Bergdoktor“ bekannt.

„Ihr Spiel wirkt nach, weit über den Moment hinaus – und hat sie zu einer der wichtigen Schauspielerinnen ihrer Generation werden lassen.“ Neben ihrer Arbeit als Schauspielerin engagiert sie sich auch mit viel Herz für soziale, integrative und humanitäre Projekte. Dalik tritt mit der Auszeichnung in große Fussstapfen: Karl Marcovic war der erste, der den Preis im Jahr 2008 bekam. Seitdem haben etwa auch Klaus Maria Brandauer, Senta Berger, Erni Mangold, Johannes Krisch, Birgit Minichmayr oder Ursula Strauss den Preis gewonnen, der jedes Jahr von einem anderen Künstler gestaltet wird – heuer von der Steirerin Anita Leisz.

Schauspielstar Hüller im Eröffnungsfilm
Eröffnet wird die Diagonale, die heuer von 18.-23- März in Graz stattfindet übrigens mit dem Film „Rose“ von Markus Schleinzer. Darin erzählt er von einer Frau inmitten des Dreißigjährigen Krieges, die sich als Mann ausgibt, um arbeiten zu können und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. „Bei der Entscheidung für einen Eröffnungsfilm geht es uns stets auch um ein Signal: Um ein besonderes Verhältnis zur Gegenwart, das dem Film innewohnt“, begründet das Intendanten-Duo Claudia Slanar und Dominik Kamalzadeh die Entscheidung für den Film, der „aus der Vergangenheit heraus über Freiheiten spricht, die man sich erkämpfen muss, idealerweise durch Allianzen. Und über Freiheiten, die man schnell wieder verliert, wenn sie nicht geschützt werden.“

Sandra Hüller im Diagonale-Eröffnungsfiilm „Rose“
Sandra Hüller im Diagonale-Eröffnungsfiilm „Rose“(Bild: Scubert, ROW Pictures, Walker + Worm Film, Gerald Kerkletz / Filmladen)

Das Besondere an dem Film ist aber nicht nur die Geschichte, sondern auch die Hauptdarstellerin: Für die Titelrolle konnte Schleinzer mit Sandra Hüller einen echten Schauspielstar gewinnen, der in den letzten Jahren die Filmwelt bis Hollywood erobert hat: Sie war unter anderem für ihre Rolle in „Anatomie eines Falles“ 2024 für einen Oscar nominiert. Im gleichen Jahr spielte sie auch in Jonathan Glazers „The Zone of Interest“ und schaffte damit ein Unikum: Als erste Schauspielerin der Geschichte war sie für zwei Filme in einem Jahr für den Europäischen Filmpreis nominiert. Zudem spielte sie auch an der Seite von Peter Simonischek in „Toni Erdmann“ – der Film war 2017 für einen Oscar nominiert. Ob Hüller selbst auch zur Eröffnung der Diagonale kommt, steht noch nicht fest.

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