Gegen Verkehrskollaps

Freiere Fahrt ins Zillertal: Vorarbeiten starten

Tirol
08.02.2026 07:46

Einer der Tiroler Verkehrs-Hotspots ist das Zillertal – bzw. der Eingang zu diesem im Inntal. Ein Ausbau der Autobahn-Anschlussstelle soll Entlastung bringen. Doch bevor 2027 die Bauarbeiten beginnen können, laufen derzeit Probebohrungen im Inn, um die neue Brücke planen zu können.

Der gestrige Samstag hat es wieder gezeigt: Das Zillertal ist eines der Nadelöhre im Tiroler Verkehr. 17.000 Fahrzeuge passieren den Brettfalltunnel im Schnitt täglich, an Spitzentagen sind es bis zu 28.000. Zumindest an der Autobahnanschlussstelle in Wiesing, die der von Norden und Süden kommende Urlauberverkehr regelmäßig lahmlegt, soll sich bald etwas tun – die „Krone“ berichtete.

60 Meter tiefe Probebohrungen
Der Startschuss für den Umbau der Anschlussstelle inklusive einer neuen, 200 Meter langen Innbrücke fällt laut Land Tirol voraussichtlich in rund einem Jahr, doch bereits dieser Tage sind im Inn unter der historischen Steinbrücke Bagger aufgefahren. „Es handelt sich um Vorarbeiten“, teilte das Land auf „Krone“-Anfrage mit.

Die Autobahn-Anschlussstelle in Wiesing wird im kommenden Jahr ausgebaut.
Die Autobahn-Anschlussstelle in Wiesing wird im kommenden Jahr ausgebaut.(Bild: ZOOM Tirol)

„Konkret wird aktuell mittels Bohrungen der künftige Baugrund auf seine Beschaffenheit hin untersucht.“ Bis zu 60 Meter tief werde dafür gebohrt – dort, wo die Pfeiler der neuen Brücke geplant sind. „Diese Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse zur Planung des Brückenbaus“, erklärten die Verantwortlichen. Um sie durchführen zu können, wurden temporäre Zufahrten in den Inn geschaffen.

2,5 Jahre Bauzeit und Kosten von 54 Mio. Euro
Die Politik rechnet damit, dass die Fertigstellung des Projekts rund zwei bis zweieinhalb Jahre nach Baustart im Frühjahr 2027 erfolgen wird. Dann sollte die Anschlussstelle nicht nur die neue Innbrücke erhalten haben, die parallel zur alten Steinbrücke verläuft, sondern auch einen direkt daran anschließenden Kreisverkehr mit 50 Metern Durchmesser. Dieser soll die Entleerung des Zillertales verbessern und ein flüssigeres Abbiegen auf die Autobahn in Richtung Kufstein ermöglichen.

Gerechnet wird mit Gesamtkosten von 54 Mio. Euro. 65 Prozent trägt das Land, 35 Prozent die Asfinag. Der Verkehrsfluss soll durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden.

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