Was tut man in Niederösterreich im Kampf gegen die schwere Krankheit Krebs? Der Spitalsbetreiber Landesgesundheitsagentur (LGA) antwortet zum Weltkrebstag am 4. Februar darauf mit landesweitem Expertennetzwerk und neuen, vielversprechenden Therapien.
Krebs kann heute schon oft besiegt werden. 40.000 neue Fälle wurden bundesweit im Vorjahr verzeichnet, 9300 waren es in NÖ-Kliniken. 30.000 Patienten wurden in Niederösterreich 2025 gegen Krebs behandelt.
Neben den gut funktionierenden „Tumor-Boards“ in den Regionen, in die Ärzte verschiedener Disziplinen eingebunden sind und bei Bedarf konsultiert werden, wird in den nächsten Jahren ein landesweites Spezialisten-Netzwerk aufgebaut. So sollen schwer behandelbare und seltene Krebsarten ins Visier genommen werden.
Board für Blut-, Knochenmarks- und Lymphdrüsenkrebs online
Der erste Teilbereich des Boards, an den seit 1. Dezember alle Kliniken des Landes angeschlossen sind, umfasst Hämatologie, also Blut-, Knochenmarks- und Lymphdrüsenkrebs. Damit könne Patienten nicht nur hohe Expertise, sondern auch Zugang zu klinischen Studien ermöglicht werden, heißt es von der Landesgesundheitsagentur (LGA).
Mit der Einführung eines zentralen, landesweiten Hämatologie-Tumorboards wird für Patienten der Zugang zu bestmöglichen Therapien gewährleistet.

Dr. Martin Wiesholzer, Primarius an der Uniklinik in St. Pölten.
Bild: ROBERT HERBST WWW.POV.AT
Der Spitalsbetreiber betont, dass behandelnde Ärzte aller Standorte auf das maßgeschneiderte „Spezial-Board“ zugreifen und mit den Fachexperten gemeinsam beratschlagen können, um die beste Therapieform weiterzuempfehlen. Und das ganz unabhängig vom Wohnort und dem behandelnden Krankenhaus.
Genmanipulierte, eigene Körperzellen
An der Uniklinik St. Pölten gibt es etwa gute Erfolge mit körpereigenen Zellen, die gentechnisch verändert und dem Körper wieder rückgeführt werden und Krebszellen gezielt zerstören können. „Bei dieser innovativen Immuntherapie vermehren sich die Zellen im Körper als lebendes Medikament und bekämpfen so die Krankheit“, erklärt Primarius Martin Wiesholzer.
Erstmals wäre in Niederösterreich diese Therapie 2023 als „Meilenstein für Patienten“ eingesetzt worden. Bisher wurden in der Universitätsklinik 55 Therapien mit Lymphdrüsenkrebs und bösartigen Plasmazellerkrankungen erfolgreich durchgeführt.
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