Die Eisschnellläufer holten sich zuhause am Eisring in Innsbruck noch den Feinschliff, bevor es zu den Spielen nach Mailand ging. Für die Debütanten ist dabei sein schon alles, Gabriel Odor möchte um die Medaillen mitkämpfen. Los geht’s am Samstag mit den 3000m der Frauen.
Tirol schickt auch diesmal Athletinnen und Athleten ins olympische Rennen, die nicht auf jedem Titelblatt zu sehen sind. Die fünf Eisschnellläufer Gabriel Odor (25), Jeannine Rosner (19), Alexander Farthofer (20), Ignaz Gschwentner (23) und Anna Molnar (24, zuletzt krank), kämpfen nicht nur gegen die Uhr und die internationale Elite, sondern auch um Aufmerksamkeit für ihre Sportart – und natürlich träumen sie auch von Medaillen.
Besondere Premiere
Für Jeannine Rosner werden die Olympischen Spiele zur ganz besonderen Premiere. Mit gerade einmal 19 Jahren steht die vierfache Junioren-Weltmeisterin erstmals auf der großen Bühne des Sports – ein Meilenstein, der trotz kleiner gesundheitlicher Sorgen die Vorfreude überwiegen lässt. „Momentan fühle ich mich etwas angeschlagen, aber ich versuche, bis zum Rennen fit zu werden“, sagte Rosner einen Tag vor der Abfahrt nach Italien.
Medaillenhoffnung
Für Gabriel Odor sind es bereits die zweiten Olympischen Spiele und doch fühlt sich diesmal alles ganz anders an. Die Nervosität hält sich noch in Grenzen, sagt er, die Vorfreude überwiegt. Der Vergleich zu seiner ersten Olympia-Teilnahme in Peking 2022 fällt deutlich aus: „Damals war alles von Corona geprägt – keine Fans, Maskenpflicht, tägliche Tests und die ständige Angst vor einem positiven Corona-Ergebnis. Heuer sei alles anders. „Familie und Freunde sind vor Ort und drücken hoffentlich die Daumen“, sagte Odor mit einem Schmunzeln.
Auch Alexander Farthofer weiß, wie wichtig der Rückhalt ist. „Also meine Familie hat sich fast mehr gefreut als ich, als sie erfahren haben, dass ich zu Olympia fahre“, sagte der Mann aus Bad Häring mit einem Augenzwinkern. Für Ignaz Gschwentner überwiegt der Olympische Gedanke. „Dabei sein ist alles, ich werde das genießen und das Beste geben“, sagte der Innsbrucker.
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