Wieder großes Pech für die stark sehbehinderte Sonja Siegl aus Fels am Wagram (NÖ). Bei einer Verspätung bestätigt ihr die Bahn nur 21 von 80 Minuten. Laut ÖBB-Hotline muss sie jetzt vier Wochen auf die korrekte Bestätigung warten, die der Arbeitgeber aber schon bis zum Monatsende fordert. Die ÖBB entschuldigt sich.
Wegen einer Stellwerkstörung strandete die stark sehbehinderte Pendlerin Sonja Siegl am Mittwoch in Tulln. Die Frau aus Fels am Wagram im Bezirk Tulln kam dann mit 80 Minuten Verspätung am Arbeitsplatz in Wien an. Nun hat sie Probleme mit der Verspätungsbestätigung. Der Arbeitgeber fordere diese bis Monatsende.
„Der Zug kam 21 Minuten zu spät in Tulln an“, sagt Siegl, was auch mit Ausdruck vor Ort bestätigt worden wäre. Aber da der Zug gar nicht nach Wien gefahren sei, kam sie ja weitaus mit mehr Verspätung am Zielort an.
„Das ist halt so“
Das Telefonat mit der ÖBB-Hotline erzürnte die Frau dann noch mehr, denn ein „netter Herr“ hätte ihr gesagt, dass sie das per Kontaktformular melden und dann vier Wochen warten soll. „Ich habe nachgefragt, ob das ein Scherz ist. Er sagte nur, dass das halt so sei. Der Umgang mit geplagten Kunden ist eine Frechheit“, ist Siegl erbost.
Die Ausfallbestätigung meines Zugs zeigt nur 21 Minuten Verspätung an. Doch der Zug fuhr gar nicht bis Wien – also kam ich viel später an!

Pendlerin Sonja Siegl
Bild: Sonja Siegl
ÖBB ortet Missverständnis
Die ÖBB entschuldigt sich für den Zugausfall und das missglückte Telefonat. Man hätte Fahrgäste rasch über Busse weiterbringen können. Neben dem Zugsteam könne man im Internet, bei Ticketschaltern und über Kontaktformular eine Bestätigung erhalten.
„Bei schriftlichen Anfragen sollten Kunden diese rasch erhalten. Laut EU-Fahrgastrecht müssen Anträge binnen vier Wochen bearbeitet werden. Vermutlich meinte das der Mitarbeiter“, so ein Sprecher.
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