In der Steiermark

Unimarkt: Vier Filialen werden zu Adeg-Standorten

Steiermark
30.01.2026 10:39

Das Schicksal der steirischen Unimarkt-Filialen ist mittlerweile fast zur Gänze geklärt. Die Bundeswettbewerbsbehörde gab nun auch grünes Licht für die Übernahme einzelner Standorte durch den Rewe-Konzern – dieser hat allerdings Lebring kurzfristig von seiner Liste genommen.

Ursprünglich wollte Rewe sechs steirische Unimarkt-Filialen übernehmen: Anger, St. Ruprecht an der Raab, St. Oswald bei Plankenwarth, Fernitz, Lebring und Eibiswald. In Eibiswald wurde der Standort bereits 2024 geschlossen, hier soll der Billa aus dem Ortszentrum hinaus auf den alten Unimarkt-Standort an der Bundesstraße wandern.

Zwei Tage vor der endgültigen Entscheidung durch die Bundeswettbewerbsbehörde hat Rewe allerdings den Antrag für Lebring zurückgezogen – „aus unternehmensinternen Gründen“, wie es offiziell heißt. Verblüfft über diese Nachricht ist Lebrings Bürgermeister Franz Labugger: „Mit uns hat niemand Kontakt aufgenommen“, sagt er in einer ersten Reaktion zur „Krone“. Das Aus für den Standort im Ortszentrum wäre „eine mittlere Katastrophe“.

Diese Grafik zeigt die Unimarkt-Filialen, die es im Herbst 2025 in der Steiermark gegeben hat:

(Bild: Krone KREATIV/OpenStreetMap)

Grünes Licht gibt es hingegen für alle anderen 20 Standorte österreichweit, darunter auch für fünf steirische. Für Anger, Fernitz, St. Oswald und St. Ruprecht gelten Auflagen: Sie müssen zumindest zehn Jahre lang von selbstständigen Adeg-Kaufleuten betrieben werden. 

„Diese können weitgehend eigenständig über Preise und Sortimentsauswahl entscheiden und stärken dadurch nicht nur den Wettbewerb zu anderen Lebensmitteleinzelhändlern, sondern auch zu Rewe-Eigenfilialen und anderen selbstständigen Adeg-Kaufleuten. Durch die Sortimentsfreiheit bleibt auch die Belieferung durch regionale und lokale Lieferantinnen und Lieferanten weiterhin in vollem Umfang möglich“, so die Begründung der Bundeswettbewerbsbehörde.

Spar übernimmt elf steirische Standorte
Bereits am Donnerstag gab es grünes Licht für die Übernahme von österreichweit 23 bisherigen Unimarkt-Standorten durch Spar, elf davon befinden sich in der Steiermark. Auch hier gibt es Auflagen für gleich acht weiß-grüne Filialen: Altaussee, Bad Aussee, Thal, Weißkirchen, Mürzzuschlag, Schladming, Graz-Waltendorf und Sebersdorf müssen von selbstständigen Kaufleuten betrieben werden. Keine Auflagen gibt es für Grundlsee, Ludersdorf-Wilfersdorf und Feldbach.

Unimarkt in Judendorf geschlossen
Bis vor Kurzem gab es 28 Unimarkt-Filialen in der Steiermark. Im September des Vorjahres kündigte die oberösterreichische Supermarktkette dann an, sich vom Markt zurückzuziehen. Einige Standorte mussten zuletzt geschlossen werden, darunter Gleinstätten, Straß, Laßnitzhöhe, St. Stefan ob Leoben und Mautern. Auch in Judendorf-Straßengel, wo die engagierte Betreiberin lange gekämpft hat, sind nun die Lichter ausgegangen. In einigen Fällen besteht noch leise Hoffnung, dass sich eine Lösung findet. 

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