Parndorf liegt drei Runden vor Saisonende weiter auf Relegationsplatz neun. Der Abstand auf die achtplatzierten Hartberger vergrößerte sich durch den 1:0-Heimsieg der Steirer über Austria Lustenau auf fünf Zähler.
Drei Tage nach der endgültig eingefahrenen Bundesliga-Rückkehr übte sich Altach-Trainer Damir Canadi wieder einmal in der Rotation. Am Spielfluss änderte dies aber nichts, die Hausherren kontrollierten die Partie und gingen durch einen Volley-Treffer von Felix Roth (25.) nach Doppelpass mit Hannes Aigner standesgemäß in Führung. Die Gäste aus dem Burgenland hatten zehn Minuten später dennoch den Ausgleich am Fuß. Matthias Lindner traf jedoch nur die Stange, Marjan Markic scheiterte an Kobras-Ersatz Sebastian Brandner.
Altach-Erfolgscoach Canadi saß in den zweiten 45 Minuten nach einem Disput mit Schiedsrichter Feichtinger nur noch auf der Tribüne. Von dort sah er, wie Patrick Seeger (61.) die Entscheidung zugunsten der nun sieben Partien ungeschlagenen Vorarlberger herbeiführte. Torjäger Aigner (67., 70.) legte für die stärkste Offensive der Liga mit seinen Saisontreffern 18 und 19 weiter nach. Gerhard Karner (86.) gelang noch das Parndorfer Ehrentor.
Horn-Pleite gegen Liefering
Der SV Horn unterlag dem Zweier-Team von Salzburg, dem FC Liefering, mit 1:4. In Horn lief die Mannschaft von Willi Schuldes in die erste Niederlage nach acht Pflichtspielen in Folge. Liefering ging aus einem Foulelfmeter durch Nils Quaschner (23.) verdientermaßen in Führung. Die Waldviertler fanden vor den Augen von Salzburgs Trainer Roger Schmidt auch danach nicht ins Spiel. In der zweiten Spielhälfte machten Robert Völkl (54.) und Niko Dovedan (60.) nach einer Stunde alles klar. Dem eingewechselten Radovan Mitrovic (84.) gelang nur noch Resultatskosmetik, Stefan Lainer (91.) setzte aus einem weiteren Foulelfmeter den Schlussstrich.
Die weiter fünftplatzierten Lieferinger schoben sich damit weiter an die Top-Ränge heran und liegen nur noch vier Zähler hinter dem Zweiten Lustenau. Die Vorarlberger gingen in Hartberg durch ein Tor von Daniel Wolf (45.) kurz vor dem Pausenpfiff als Verlierer vom Spielfeld. Auch Kapfenberg musste bei der Vienna eine Niederlage einstecken. Ivan Lendric erzielte zwar zweimal die Führung (34., 60.) für die Steirer, am Ende jubelten aber die von der Liga zuletzt erneut mit einem Punkteabzug bestraften Wiener.
Absteiger Vienna beendet Durststrecke
Im Duell zweier ohne Lizenz ausgestatteter Vereine feierte die bereits mit dem Abstieg vertraute Vienna gegen den Kapfenberger SV einen 3:2-Erfolg. Alexander Fröschl (77.) und Florian Zellhofer (85.) bescherten den Wienern den ersten Sieg vor heimischer Kulisse seit Anfang Oktober. Die Partie musste aufgrund eines Gewitters dabei für rund zwanzig Minuten unterbrochen werden. Stürmisch könnte es für den ältesten Fußballverein Österreichs auch weiterhin werden. Aufgrund von offenen Spielergehältern setzten die Profis dem von finanziellen Sorgen geplagten Klub ein Ultimatum bis 8. Mai.
St. Pölten verliert in Mattersburg
Cup-Halbfinalist St. Pölten musste sich in Mattersburg trotz klarer Überlegenheit mit 2:3 geschlagen geben. Die Burgenländer feierten einen im Kampf um den Klassenerhalt wichtigen Dreier, der Vorsprung auf den Relegationsrang beträgt nun sechs Zähler.
Bereits nach 36 Minuten lag das Team von Ivica Vastic im heimischen Pappelstadion mit 3:0 voran. Zunächst düpierte Alexander Ibser (26.) die Gäste nach einem St. Pöltner Eckball mit einem erfolgreichen Solo aus der eigenen Spielhälfte, Ivica Majstorovic (32.) und Mario Brkljaca (36.) legten weiter nach. Während der SVM in dieser Phase vor dem gegnerischen Gehäuse eiskalt agierte, brachten St. Pölten 70 Prozent Ballbesitz zur Pause nichts ein.
Auch nach Seitenwechsel änderte sich diesbezüglich wenig am Bild. Als Mirnel Sadovic die St. Pöltner bis zur 63. Minute auf 2:3 heran brachte, witterten die in der Tabelle weiter viertplatzierte Elf von Gerald Baumgartner noch einmal ihre Chance. Mattersburg verteidigte den knappen Vorsprung aber mit etwas Glück über die Zeit.
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