In der Steiermark spitzt sich die Diskussion über die Pflege-Misere im Land immer mehr zu. Jetzt wirft die SPÖ den Freiheitlichen Wortbruch vor, die FPÖ wolle plötzlich von ihren Wahlversprechen nichts mehr wissen.
Dass FPÖ und ÖVP offen mit dem Gedanken spielen, den Pflegepersonalschlüssel in der Steiermark herabzusetzen, sorgte schon bei der letzten Landtagssitzung für heftige Debatten. Neben der KPÖ kritisiert vor allem die SPÖ diese Pläne scharf. Für Parteichef Max Lercher ist der „Gipfel der Empathielosigkeit“ erreicht. „Das ist eine Kampfansage an alle Familien, die täglich für die Pflege ihrer Liebsten kämpfen.“
Besonders hart geht Lercher mit der Landeshauptmann-Partei ins Gericht: „Vor der Wahl haben die Freiheitlichen noch große Reden geschwungen. Da sprach man von einer Aufwertung der pflegenden Angehörigen und dass man sich am Burgenland orientieren wolle“, erinnert sich der einstige Rebell. „Heute ist davon nichts mehr zu hören. Im Gegenteil: Wie bei der Gesundheitsversorgung wird auch aus den großen Kunasek-Ansagen im Pflegebereich ein eiskalter Abbau.“
SPÖ bringt FPÖ-Anträge ein
Die Sozialisten wollen jetzt im Landtag einige alte FPÖ-Anträge zur Pflege 1:1 einbringen. „Dann kann Mario Kunasek Farbe bekennen und die Regierungsparteien können beweisen, ob ihnen Lösungen für den Pflegebereich wirklich wichtig sind.“
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