Der Mann mit dem Pflaster sorgt für Kopfzerbrechen in Kitzbühel: Italiens Giovanni Franzoni knallte auch im zweiten Training die Bestzeit auf die „Genusspiste“ Streif. „Er hat einen unglaublichen Zug“, ist die Konkurrenz gewarnt.
„Das war“, grinste Marco Schwarz, „richtig cool. Am liebsten würde ich gleich noch einmal rauffahren.“ Vincent Kriechmayr sprach gar von „Genussskifahren“. Da passte es wie die Faust aufs Auge, dass beim gestrigen zweiten Training im erneut schon gut gefüllten Zielstadion der Après-Ski-Hit „Gute Laune“ aus den Boxen dröhnte. Ja, gute Laune überall.
Denn die Streif präsentierte sich bei strahlendem Sonnenschein in prächtigem Zustand. „Herrlich“, meinte „Vinc“. „Es geht gscheit dahin. Drei, vier Kurven muss ich noch besser fahren. Ansonsten hat es gut gepasst.“ Eine knappe Sekunde fehlte ihm auf die Trainingsbestzeit. Die einmal mehr der Italiener Giovanni Franzoni markierte. In einer Zeit von 1:52,21 - womit er nur noch 63 Hundertstel über der Streckenrekord-Zeit von Fritz Strobl von 1997 lag.
Für Kriechmayr „der große Favorit“
Nach dem Wengen-Double war es für den Mann mit dem markanten Nasenpflaster die vierte Trainingsbestzeit in Serie – mit der er für staunende Gesichter sorgte. „Der große Favorit“, nickt Kriechmayr. „Ein extrem guter Skifahrer mit viel Gefühl, er hat einen unglaublichen Zug, fährt geniale Radien. Und sein Selbstvertrauen ist auch nicht klein.“
Ein extrem guter Skifahrer mit viel Gefühl, er hat einen unglaublichen Zug, fährt geniale Radien. Und sein Selbstvertrauen ist auch nicht klein.
Vincent Kriechmayr über Giovanni Franzoni
Was der Schweizer Marco Odermatt, Führender im Gesamtweltcup, untermauert: „Er hat seit zwei Wochen einen unglaublichen Speed, jedes Training dominiert – er wird sehr gefährlich für das Rennen.“
Läufe werden nun genau studiert
Das TV-Programm vieler Athleten am heutigen Ruhetag? Franzonis Läufe. „Wir werden das genau studieren“, nickte Stefan Babinsky. Der gestern als Dritter abschwang, nach seinem Premieren-Podest vergangene Woche in Wengen gelöst wirkt. „Ich bin immer noch derselbe Mensch – aber gut zu wissen, dass man das Zeug dazu hat.“ Speziell im oberen Bereich habe er „Reserven“, er freue sich auf die Rennen: „Ich bin bereit, liebe diese Strecke wirklich.“
Das tut auch Aleksander Aamodt Kilde, Kitz-Sieger 2022 und 2023. Doch heuer muss der Norweger in der Abfahrt zuschauen, wegen Rückenproblemen war kein für das Rennen zwingend notwendiges Training möglich. Einen Start im morgigen Super-G ließ er sich noch offen.
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