Vergebliche Versuche

Papst Leo XIV. gewährt Macron keine Audienz

Außenpolitik
21.01.2026 15:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Einem italienischen Medienbericht zufolge versuchen französische Diplomaten seit Wochen, einen Audienztermin für ihren Präsidenten Emmanuel Macron bei Papst Leo XIV. zu bekommen. Doch die Bemühungen sind vergebens. Der Pontifex hat dem Vernehmen nach persönlich angeordnet, Macron abzulehnen.

Anders als für die Staatsoberhäupter Großbritanniens, Italiens, Deutschlands oder Spaniens solle für Macron vorerst weder eine private Audienz noch eine Audienz im Rahmen eines Staatsbesuchs geben, heißt es in der konservativen Zeitung „Il Tempo“. Hauptgrund sei die Haltung des Franzosen bei den Themen Abtreibung und Sterbehilfe.

Macrons „Recht auf Abtreibung“ soll Grund sein
Das französische Parlament hatte auf Betreiben Macrons im März 2024 ein „Recht auf Abtreibung“ als Grundrecht in die französische Verfassung aufgenommen. In der derzeit noch anhaltenden politischen Debatte um eine Legalisierung der Sterbehilfe setzt sich Macron massiv für eine Liberalisierung ein.

Zu beiden Themen hat Papst Leo XIV. unlängst in seiner Neujahrsansprache eine entgegengesetzte Stellung bezogen. Er sagte, dass die Kirche die Abtreibung „kategorisch“ ablehne und beklagte, „dass öffentliche Mittel für die Vernichtung von Leben verwendet werden, statt in die Unterstützung von Müttern und Familien investiert zu werden“. Die Sterbehilfe nannte er in derselben Rede „eine falsche Form des Mitgefühls“.

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