Seit 2023 war ein ehemaliger Taxifahrer (32) aus Wien schon ohne Führerschein und Taxilizenz unterwegs. 16.000 Euro an offenen Strafen wollte er nicht bezahlen. Fahrgäste kutschierte der offiziell obdachlose Taxler trotzdem durch die Gegend.
Mit einem – zumindest ehemaligen – Taxifahrer zu tun, hatten die Sicherheitskräfte am Dienstagabend kurz nach 19 Uhr. Der 32-jährige Österreicher bog ausgerechnet bei einem Taxi-Schwerpunkt der Polizei mit eingeschalteter Leuchte am Dach zum Praterstern ab und wurde dort von den Verkehrspolizisten aufgehalten.
Über die Jahre hat der ehemalige Taxifahrer, dem 2023 Lizenz und Lenkberechtigung entzogen worden waren, fast 16.000 Euro an offenen Strafforderungen angehäuft.

Wiens Polizeisprecher Philipp Haßlinger
Bild: LPD Wien
Obdachlos gemeldet, um Strafen zu entgehen
Das Problem: Eine Taxifahrerlizenz besitzt der Wiener schon seit 2023 nicht mehr. Damals, so Haßlinger, entzog ihm das Verkehrsamt sowohl die Lizenz als auch die Lenkberechtigung. Dass er von der Behörden-Entscheidung nicht allzu viel hielt, zeigen die Strafen, die der 32-Jährige seit damals angehäuft hatte. Während er weiterhin Personen kutschierte und sich, um den Strafen zu entgehen, obdachlos meldete, sammelten sich 47 Strafakten bzw. Vorführungsbefehle auf seinem Bußgeldkonto an. 16.000 Euro an offenen Schulden standen letztlich zu Buche.
Familie konnte Ex-Taxler nicht mehr aushelfen
Warum der Mann damals seine Lizenz und den „Schein“ verloren hatte, ist unklar. Der Österreicher versuchte jedenfalls, über Freunde und Familienmitglieder die 16.000 Euro zusammenzubekommen, um nicht ins Gefängnis zu müssen. Letztlich ohne Erfolg. Ein Taxi chauffieren wird der Wiener wohl für recht lange Zeit nicht mehr. Er wurde ins Polizeianhaltezentrum gebracht, wo er seine Ersatzfreiheitsstrafe absitzen muss.
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