Brisante Wende

Totes Baby am Carport: Bub erstickte bei Geburt

Steiermark
21.01.2026 20:00

Neue Wendung im Fall jenes toten Säuglings, der vergangenen Herbst auf dem Dach eines Carports in Graz-Wetzelsdorf gefunden wurde: Das gerichtsmedizinische Gutachten ergab, dass das Baby offenbar erstickt ist. Die schweren Kopfverletzungen, die der Bub bei dem Sturz aus einem Fenster erlitt, traten erst nach dem Tod ein.

Ein Nachbar machte Ende September die schreckliche Entdeckung und fand das Neugeborene auf einem Carport. Das Baby dürfte kurz nach der Geburt aus dem Dachflächenfenster eines Wohnhauses aus drei Metern Höhe geworfen worden bzw. von der Fensterbank gerollt sein.

Von Geburt überrascht
Noch am selben Tag wurde die 20-jährige Mutter des Säuglings festgenommen – wegen des Verdachts des Mordes. Die junge Kroatin, die geständig war, beteuerte von Beginn an, von der Geburt völlig überrascht worden zu sein. Auch ihr Umfeld hatte von einer Schwangerschaft nichts mitbekommen – was laut Experten in sehr seltenen Fällen durchaus möglich sein kann.

Mutter nach zwei Wochen enthaftet
Nach zwei Wochen kam die 20-Jährige gegen Auflagen wieder auf freien Fuß. Der Verdacht des Mordes habe sich nicht bestätigt, hieß es damals seitens der Staatsanwaltschaft Graz. Es wurde wegen der Tötung eines Kindes während der Geburt ermittelt. Eine klinische Psychologin hatte den Ausnahmezustand der jungen Mutter bestätigt, der einer möglichen Kindstötung bei der Geburt vorausgeht.

Baby an Fruchtwasser erstickt?
Doch jetzt gab es die nächste Wendung in dem dramatischen Fall. Ein Gutachten ergab nun, dass der Säugling offenbar schon während der Geburt erstickt ist – möglicherweise an Fruchtwasser. Oder war doch die Nabelschnur schuld? Die Staatsanwaltschaft wollte das nicht kommentieren, erklärte aber, ein ergänzendes Gutachten in Auftrag gegeben zu haben, das nähere Begleitumstände der Tat noch genauer beleuchten soll.

Das Schädel-Hirn-Trauma, das bei der ersten Obduktion festgestellt wurde und das der Bub durch den Sturz aus drei Metern Höhe erlitten hatte, dürfte jetzigen Erkenntnissen zufolge erst post mortem entstanden sein. Wenn der kleine Bub allerdings schon bei der Geburt ums Leben kam und die Frau ihn nicht in ihrem psychischen Ausnahmezustand getötet hat, müssen die Ermittlungen gegen die Mutter wohl eingestellt werden.

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