Mit der 94. Ausgabe der Rallye Monte-Carlo fällt der Startschuss zur diesjährigen Rallye-Weltmeisterschaft. Rallye-Beifahrerin Ilka Minor erzählt im Gespräch mit der „Krone“, worauf es bei der „Monte“ ankommt, warum Special Stages nicht immer ein Vorteil sind und welche Motorsportlegende als „Eisspion“ mit an Bord ist.
Schnee, Eis oder doch trockener Asphalt? Die richtige Reifenwahl zählt zu den größten Herausforderungen, die beim Auftakt der Rallye-Weltmeisterschaft auf das Duo aus Rallye-Copilotin Ilka Minor und Pilot Johannes Keferböck warten.
Insgesamt warten 17 Etappen mit rund 340 Wettbewerbskilometern. Gestartet wird mit drei anspruchsvollen Wertungsprüfungen über 61,58 Kilometer, die das Teilnehmerfeld in die spektakulären Straßen der französischen Seealpen führen.
Ein Schmankerl? Erstmals seit 2008 führt wieder eine Prüfung über die Hafen-Passage der weltberühmten Formel-1-Strecke. Spielraum für Fehler gibt es nicht. „Es ist besser, man fährt langsam, bei den Special Stages kann man eigentlich nur verlieren“, weiß Wahlwienerin Minor.
Noch einmal baden zu gehen, steht nicht auf der To-do-Liste – bei der Jänner-Rallye 2024 landete das Duo mit dem Auto in einem Löschteich. „Ich bin einfach froh, dass ich damals heil aus dem Auto herausgekommen bin. Es war stockdunkel, und ich musste durch Johannes’ Tür hinaus, weil sich meine nicht öffnen ließ.“
„Keine Wunderwuzzis“
Von den Bergpässen der Drome bis zum Finale am Col de Turini bleiben die Streckenbedingungen ein Fragezeichen. Die Wahl des richtigen Reifens ist wie Lottospielen. „Wenn wir jetzt schon wüssten, was kommt, dann wären wir Wunderwuzzis, das ist die Herausforderung bei der Rallye Monte-Carlo.“
Für den ersten gemeinsamen Auftritt von Keferböck und Minor bei der „Monte“ seit 2023 kommt dem K4-Rally-Team Motorsportlegende Franz Wittmann als „Eisspion“ gerade recht. „Wenn Franz sagt, wir fahren mit den Winterradln, dann fahren wir mit Winterradln – er hat das Auge dafür und kann uns bestens durchhelfen“.
Das Ziel? „Die Master-Wertung für uns zu entscheiden.“ Soll heißen: In der Ü50-Klasse die anderen richtig alt aussehen zu lassen. Wie es Sebastien Ogier mit Beifahrer Vincent Landais an der Spitze geplant haben: Der Rekordweltmeister greift nach seinem elften Sieg bei der „Monte“.
Eingespieltes Team
Für Minor und Pilot Keferböck ist es bereits der vierte gemeinsame Auftritt beim Klassiker der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC). Im Auto zählt vor allem eines: gegenseitiges Vertrauen. Dass sich bei so viel gemeinsamer Erfahrung auch eine Freundschaft entwickelt hat, wundert daher nicht.
„Bei uns gibt es kein Schweigen, auch wenn etwas nicht passt. Man kann alles offen ansprechen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Wir kennen uns gut und wissen, wie der andere tickt. Das vereinfacht vieles.“
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