Der spanische König Felipe VI. und Königin Letizia sind am Freitag von Papst Leo XIV. in Privataudienz empfangen worden. Das teilte das vatikanische Presseamt laut Kathpress mit. Der Besuch fand rund elf Wochen vor der Spanien-Reise des Papstes statt, die für den Zeitraum vom 6. bis 12. Juni geplant ist.
Königin Letizia trug bei dem Treffen Weiß, wie es ihrem Status als Mitglied eines „katholischen Königshauses“ in Europa entspricht.
Nach dem Papst trafen die Monarchen auch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und den vatikanischen Außenminister Paul Gallagher. In den Gesprächen sei es unter anderem um die bevorstehende Papstreise und um „einige aktuelle Fragen zur Lage des Landes und zur Rolle der Kirche in der Gesellschaft“ gegangen. Beide Seiten hätten die Bedeutung eines konstanten Einsatzes für den Frieden und für die Werte betont, die dem internationalen Zusammenleben zugrunde liegen.
Hohe Ehre für König Felipe
Nach den Gesprächen im Vatikan stand ein weiterer symbolträchtiger Termin in Rom auf dem Programm der Monarchen. In Santa Maria Maggiore sollte der spanische König die Würde des obersten Ehren-Domherrn („Protocanonico“) der Papstbasilika annehmen. Sie wurde ihm einer alten Tradition entsprechend vom Domkapitel unter Leitung des Erzpriesters, Kardinal Rolandas Makrickas, verliehen.
Die enge Verbindung zwischen der spanischen Krone und der Basilika Santa Maria Maggiore geht auf das 15. Jahrhundert zurück. Damals war Kardinal Rodrigo Borgia, der spätere Papst Alexander VI., Erzpriester der Basilika. Das Domkapitel machte 1603 den damaligen spanischen König, den Habsburger Felipe (Philipp) III., zum Schutzherrn und „Protokanoniker“ der Basilika.
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