Tausende Betroffene

Grippewelle schwappt auf die Spitäler über

Oberösterreich
14.01.2026 11:20

Laufende Nase, hohes Fieber, Muskelschmerzen und Niedergeschlagenheit: Die aktuelle Grippewelle hat viele Oberösterreicher fest im Griff – das merkt man auch in den Ambulanzen. Vor allem bei älteren Landsleuten kann dies zu kritischen und teils sogar tödlichen Verläufen führen.

Den Start ins neue Jahr haben sich tausende Landsleute definitiv anders vorgestellt. Denn laut aktuellen Zahlen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) leiden aktuell alleine in Oberösterreich 12.471 Landsleute an einem grippalen Infekt, 1013 an der echten Grippe und 181 an Corona. „Erfahrungsgemäß kommt es insbesondere nach Feiertagen und Urlaubsphasen zu zusätzlichen Erkrankungen. Auch im europäischen Umfeld ist die Situation angespannt: In nahezu allen Ländern Europas gibt es eine steigende Influenzaaktivität“, erklärt Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse.

Medikamente sind gerade für viele Oberösterreicher ein ständiger Wegbegleiter.
Medikamente sind gerade für viele Oberösterreicher ein ständiger Wegbegleiter.(Bild: Markus Wenzel)

Mit Gesamtzahl am oberen Limit
Und die aktuelle Krankenstandswelle hat auch schon längst auf die Spitäler übergeschwappt. „Wir sind mit der Gesamtzahl an Patienten am oberen Limit und brechen täglich unsere Rekorde. In 24 Stunden haben wir auf der Notfallambulanz bis zu 230 Patienten zu behandeln“, schildert Philipp Schmidbauer, Notfallambulanz Elisabethinen Linz.

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Wir sind mit der Gesamtzahl an Patienten am oberen Limit. In 24 Stunden behandeln wir 230 Patienten.

Philipp Schmidbauer, Notfallambulanz Elisabethinen Linz

Ein überwiegender Teil der Erkrankten hat mit Viruserkrankungen zu kämpfen. Eine Handvoll muss auch täglich stationär aufgenommen werden. „Bei älteren Personen sind die Reserven geringer, da kann eine Erkrankung zu kritischen Situationen und teilweise auch tödlichen Verläufen führen“, weiß Schmidbauer.

Zehn bis 14 Tage Ausfallzeit
Der Mediziner rechnet damit, dass die jetzige Grippewelle noch gar nicht ihren Höhepunkt erreicht hat, sondern auch noch in den kommenden Wochen anhalten wird. „Wenn man Symptome hat, dann sollte man auch wirklich zu Hause bleiben. Je mehr Kontakte man hat, desto schneller wird das Virus verbreitet. Auch eine Impfung macht immer Sinn und sorgt für einen guten Schutz“, empfiehlt der Mediziner. Leidet man wirklich an der echten Grippe ist diese übrigens nicht in zwei bis drei Tagen überstanden – man muss mit zehn bis 14 Tagen Ausfallzeit rechnen.

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