Der Verdacht, dass die USA Kriegsverbrechen begangen haben, verhärtet sich. Bei der ersten Attacke auf ein mutmaßliches Drogenschmuggler-Boot in der Karibik soll ein geheimes Flugzeug eingesetzt worden sein – das wie eine gewöhnliche zivile Maschine aussah.
Doch das ist nicht der einzige Vorwurf: Die Waffen seien dabei zudem im Rumpf statt sichtbar unter den Flügeln transportiert worden, schrieb die „New York Times“ unter Berufung auf Insider. Bei dem Angriff wurden nach offiziellen Angaben elf Menschen getötet.
Eine Tarnung als ziviles Flugzeug wäre ein bedeutendes Detail. Ein ehemaliger Rechtsexperte der US-Luftwaffe, Steven J. Lepper, sagte der Zeitung, dass es sich hier um ein Kriegsverbrechen handeln könnte. Ein Angriff wird laut ihm als ein solches Verbrechen gewertet, wenn es auf die angegriffenen Personen so wirkt, als ob sie von einer nichtmilitärischen Maschine attackiert werden. „Wenn das über uns fliegende Flugzeug nicht als Kampfflugzeug identifizierbar ist, sollte es nicht an Kampfhandlungen beteiligt sein“, sagte Lepper.
In den sozialen Medien veröffentlichten Nutzer Fotos, die eines der Flugzeuge – eine modifizierte Boeing 737 des Militärs – zeigen sollen. Das Flugzeug ist weiß lackiert und hat einen blauen Streifen, es sind keine militärischen Symbole auf dem Flugzeug zu erkennen. Unabhängig von den konkreten Flugzeug-Fotos bestätigten drei Insider, dass das Flugzeug nicht die übliche militärische graue Farbe hatte und keine militärischen Zeichen darauf waren.
In den sozialen Medien kursieren Fotos, die eine modifizierte 737 des Militärs zeigen sollen:
Verdacht auf Kriegsverbrechen
Personen, die ein Video des Angriffs gesehen hätten, sagten der Zeitung, das Flugzeug sei so tief geflogen, dass Insassen des Bootes es gut gesehen hätten. Bei dem Angriff im September gab es nach offiziellen Angaben zwei Überlebende, die dann bei einer weiteren Attacke getötet wurden. Schon das hatte in den USA Vorwürfe ausgelöst, es handle sich um ein Kriegsverbrechen.
Die rechtliche Basis für die Angriffe auf Boote in der Karibik ist umstritten. Die Argumentation der US-Regierung ist, dass man sich in einem bewaffneten Konflikt mit Drogenkartellen befinde. Bei späteren Attacken wurde der „New York Times“ zufolge übliches Kriegsgerät wie unter anderem „Reaper“-Drohnen eingesetzt.
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