Thermowäsche und Tee

So trotzen Steirer der Eiseskälte bei der Arbeit

Steiermark
08.01.2026 18:00

Für Freitag gibt es eine Eis- und Glatteiswarnung in der Steiermark. Am Donnerstag blieben die Temperaturen auch tagsüber vielerorts im Minusbereich. Wie geht es jenen, die ihren Job draußen verrichten müssen? Die „Steirerkrone“ hat nachgefragt.

Die Kälte hat auch die Steiermark voll im Griff: Bis zu minus 18 Grad wurden in der Nacht auf Donnerstag gemessen, auch tagsüber stieg die Quecksilbersäule kaum über den Gefrierpunkt! Höchstwert waren mickrige zwei Grad in Bruck/Mur.

Eine Herausforderung ist diese Kälte vor allem für all jene Steirerinnen und Steirer, die im Freien arbeiten müssen: „Da hat natürlich jeder sein eigenes Empfinden, aber man muss die Kälte schon mögen, wenn man bei uns arbeitet“, sagt etwa Daniel Lösch, Pistenchef-Stellvertreter der Planai.

Für ihn und seine Schneemacher ist die Kälte „genau das, was wir uns wünschen“. Doch natürlich ist die Arbeit in der Kälte anstrengend: „Die richtige Kleidung ist wichtig. Und bei uns arbeitet niemand acht Stunden im Freien durch. Wir machen immer wieder Pausen im Warmen.“ Aber er sieht es auch pragmatisch: „Kalt wird einem ja nur, wenn man herumsteht und nix tut.“

Matthias Stampfl kümmert sich um die Pisten des Flughafens Graz.
Matthias Stampfl kümmert sich um die Pisten des Flughafens Graz.(Bild: Poelt/Graz Airport)
Daniel Lösch, Pistenchef- Stellvertreter der Planai.
Daniel Lösch, Pistenchef- Stellvertreter der Planai.(Bild: Planai/Lösch)

Kältehelfer: Zwiebellook und Thermowäsche
Auf anderen Pisten ist die Freude über den Winter und die eisigen Temperaturen kleiner: „Wir müssen natürlich die ganze Piste räumen“, erzählt Matthias Stampfl vom Flughafen Graz. Neben Schnee schieben, fräsen und Salz streuen gehört auch das Enteisen von Flugzeugen bei klirrender Kälte zum Winterdienst der Flughafenmannschaft: „Das kann sechs bis zehn Minuten dauern, wo man dann draußen an der Maschine arbeitet. Schwieriger ist es, wenn zusätzlich noch Schnee darauf liegt.“

Auch die Mitarbeiter bei der Grazer Parkraumüberwachung müssen dem Frost trotzen. „Der Tagesdienst dauert von neun bis 20 Uhr“, erklärt Thomas Lambauer als Bereichsleiter der Parkraumüberwachung.

Glatteis am Freitag

Vorsicht: Das Land warnt am Freitag vor akuter Glättegefahr auf Straßen sowie Geh- und Radwegen vor allem in weiten Teilen der südlichen Steiermark. Gefrierender Schneeregen wird erwartet!

 Für die Arbeit im Freien werden die Kontrolleure entsprechend ausgestattet: „Jeden Morgen gibt es frischen Tee in einer Thermosflasche zum Mitnehmen. Außerdem stellen wir natürlich Thermounterwäsche, Handschuhe, Winterparka und -hosen zur Verfügung.“

Johanna Krenn ist die kalten Wintertage schon fast gewohnt. Seit 60 Jahren steht sie am Bauernmarkt am Kaiser-Josef-Platz in Graz und verkauft Eier, Gebäck und Fleisch: „Heute ist es aber besonders kalt“, stellte sie gestern fest. Was hilft? „Mindestens sieben Schichten Kleidung“, verrät sie der „Krone“.

Ein warmer Schluck Tee hilft bei Johanna Krenn am Kaiser-Josef-Platz gegen die Kälte.
Ein warmer Schluck Tee hilft bei Johanna Krenn am Kaiser-Josef-Platz gegen die Kälte.(Bild: Christian Jauschowetz)
Maroni-Bräter Argon wärmt sich beim Ofen auf.
Maroni-Bräter Argon wärmt sich beim Ofen auf.(Bild: Christian Jauschowetz)

Etwas besser geht es Argon. Trotz der Kälte ist der Grazer Maroni-Bräter gut gelaunt: „Ich kann mich beim Ofen aufwärmen“, lacht er und legt seine Hände auf den heißen Röster.

Eisige Kälte macht sich auch in den nächsten Tagen noch breit, zudem erhöht sich durch Glatteis und Eisregen die Unfallgefahr auf den steirischen Straßen.

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