Bewegungswillige starten das neue Jahr nach der Zeit voll Keksler und Weihnachtsessen sportlich. Welche Sportarten bei den Wienern heuer besonders im Trend liegen und, wann der Neujahrs-Boom wieder abflacht.
Wer sich dieser Tage in eines der vielen Fitnessstudios wagt, wird zu Stoßzeiten wohl mehr Menschen an Rudergerät, Brustpresse und Co. finden. Die Neujahrs-Hobbysportler finden sich wieder ein, um ihre Vorsätze direkt anzugehen. „Nichts Neues“, sagt dazu John Harris-Chef Ernst Minar.
Wann sich Spreu vom Weizen trennt
Jedes Jahr verzeichne man Anfang Jänner einen Anstieg an Abonnenten. Am 2. und 7. Jänner gebe es die meisten Anmeldungen. Gegen Mitte des Monats erreiche die Auslastung wieder ihr normales Level. Im Februar merke man dann aber, dass der ein oder andere die Neujahrsvorsätze schon wieder vergessen hat. „Den Studios tut das nicht sehr weh“, meint Minar.
Denn der Branche gehe es gut, auch wenn man nach wie vor unter hohen Miet- und Energiekosten leide. Und tatsächlich: Die Fitnessstudios gehören mittlerweile zum Stadtbild dazu. 235 davon gibt es aktuell in Wien. Mit Happy Fit in Favoriten, dem Trainer’s Gym Brick ab Jänner in Margareten und dem Platzhirsch Fitinn, der sich auf der Mariahilfer Straße erweiterte, kommen stets neue dazu.
Im Freihantelbereich oder auf den Geräten in den Fitnessstudios härten sich nach wie vor eher die Männer, heißt es.Frauen würden vermehrt Pilatesklassen buchen. Und das, obwohl der Preis von teilweise 30 Euro für eine Stunde durchaus saftig ist.
Darum sind Pilates-Kurse gut gebucht
Den Boom hemmt das aber nicht, wie auch Tobias Homberger beobachtet. Er ist Gründer der App myClubs, wo verschiedenste Sportangebote gebucht werden können.
Bei Reformer Pilates, bei dem die Übungen auf einer Art „Bett“-Gestell ausgeführt werden, würden quasi im Wochentakt neue Studios entstehen. „Es gibt zwar schon so viele, aber die schießen wie Schwammerl aus dem Boden“, so der Experte.
Wir erkennen, dass sich viele nicht mehr über ein klassisches Abo ein Jahr binden wollen. Die Menschen wollen Flexibilität
myClubs-Geschäftsführer Tobias Homberger
Grund dafür sei etwa, dass man für die Stunden kein klassisches Abo kaufen muss und daher nicht ein ganzes Jahr gebunden ist, erklärt er. Für Julia Schedlberger, Geschäftsführerin der Pilates-Studios June im 1. Bezirk, ist es aber das bewusste und konzentrierte Training, das den Sport so beliebt macht.
Auch das Internet trägt seinen Teil dazu bei: „Pilates sieht man überall und die Leute sind neugierig“, so Schedlberger.
Aimé Breiner, Co-Geschäftsführerin des Pilates-Studios Maité im 7. Bezirk, erkennt im Boom vor allem den Willen der Menschen, „Geld für sich selbst auszugeben“. Pilates sei sehr zugänglich und lasse sich gut auf das Fitnessniveau des Einzelnen abstimmen, sagt sie.
Breiner prognostiziert, dass Pilates-Stunden auch im neuen Jahr gut gebucht sein werden – jedoch aber neue Formen dazukommen werden.
Auch Altbewährtes kehrt zurück
Zu den Trendsportarten gehören heuer aber auch Hyrox, ein Wettbewerb, der als Parcours zu bewältigen ist. Und HIIT-Trainings, bei denen auf intensive Belastungsspitzen Erholungsphasen folgen.
Außerdem steht das Schwimmen wieder hoch im Kurs. „Gesundheit liegt im Trend“, bilanziert Minar.
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