Das Militärkommando Niederösterreich befragte die Stellungspflichtigen in St. Pölten. Die Ergebnisse: Hohe Zustimmung zum Bundesheer, Kritik an zu langen Wartezeiten.
In Zeiten von Ukraine-Krieg und globalen Krisen steigt die Zustimmung zum Bundesheer. Das schlägt auch auf die bis zu 10.000 jungen Männern und knapp 50 Frauen durch, die jährlich beim Militärkommando in St. Pölten durch die sogenannte Stellungsstraße gelotst werden, um ihre Tauglichkeit für den Grundwehrdienst festzustellen. Das zeigt eine Umfrage, die über Initiative von Militärkommandant Brigadier Georg Härtinger unter den Stellungspflichtigen in NÖ durchgeführt wurde.
Ergebnisse im Detail
70 Prozent haben demnach eine positive Haltung zum Bundesheer, ebenso viele sind für die Wehrpflicht. Von den 80,2 Prozent Tauglichen haben sich in NÖ heuer auch 58, 8 Prozent für den Dienst mit der Waffen entschieden, 41,2 Prozent für den Zivildienst. 69 Prozent der Befragten sehen die Musterung als positiv, 80 Prozent die medizinische Untersuchung dabei. 61 Prozent klagten über lange Wartezeiten und wollen die Prozedur von eineinhalb Tage auf einen Tag verkürzen.
Vertrauen ins Bundesheer
Die Ergebnisse der Umfrage hat Härtinger auch mit dem NÖ Jugendrat diskutiert, in dem 36 Jugendorganisationen vertreten sind. Positives Echo: „Dass das Bundesheer auf die Jugend zugeht, stärkt das Vertrauen“, betont Sebastian Stark, stellvertretender Vorsitzender des Jugendrates. Militärkommandant Härtinger kündigt zudem an, er habe Verbesserungen für die Stellungspflichtigen zu einem Schwerpunkt seiner Arbeit gemacht.
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