Lebte nur eine Woche

Trauer in Schmiding um verstorbenes Nashornbaby

Oberösterreich
11.12.2025 16:30
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Vor einer Woche war im oberösterreichischen Zoo Schmiding ein Nashornbaby zur Welt gekommen. Aufgrund gleich mehrerer angeborener Fehler litt das niedliche Tier leider an schweren gesundheitlichen Problemen. Eine Notoperation schien zuerst vielversprechend, bis der Herzschlag des Tierbabys für immer aussetzte.

Nach der großen Freude über die Geburt eines Nashorn-Babys vergangene Woche herrscht nun in Schmiding große Trauer – das Jungtier hatte eine Not-OP nicht überlebt. Schon vor einigen Tagen äußerte man im Tiergarten Sorgen über den Zustand des Nashorns. Am späten Abend herrschte schließlich die traurige Gewissheit – es hatte keine Rettung mehr gegeben. 

Gesundheitliche Probleme
„In den vergangenen Tagen hatte unser Nashornkalb immer größer werdende gesundheitliche Probleme gezeigt, es bestand der Verdacht auf ein angeborenes Problem im Bereich des Verdauungstraktes. Es wurde von der Mutter separiert, um eine umfassende Untersuchung zu ermöglichen“, hieß es aus dem Zoo.

Schwere Missbildungen
Eine Röntgen- und CT-Untersuchung brachte schließlich die Ursache für die Probleme ans Licht: neben anderen Defekten war ein schwerer angeborener Zwerchfelldefekt erkennbar. Durch ein Loch im Zwerchfell waren große Anteile des Darms in den Brustraum verlagert, wodurch der Verdauungstrakt nicht mehr durchgängig war und der Darm Schaden nahm. Zusätzlich war eine der Lungen kollabiert. „Eine insgesamt äußerst kritische, lebensbedrohliche Situation“, wie die Experten befanden.

OP fast überlebt
Um das Jungtier zu retten, war sofort eine Notoperation eingeleitet worden. Während des Eingriffs war das Kalb zunächst stabil geblieben, und das Team war vorsichtig optimistisch gewesen. Ganz am Ende der Operation, bei der Hautnaht, kam es jedoch trotz aller Bemühungen zum Kreislaufstillstand.

Team gab alles
„Unser Tierpfleger- und Veterinärteam haben in den letzten Tagen rund um die Uhr alles getan, um dem kleinen Nashorn zu helfen – mit großer Hingabe, Fachwissen und einem außergewöhnlichen Maß an Einsatzbereitschaft. Wir bedauern sehr, heute keine besseren Nachrichten teilen zu können, und danken für die vielen mitfühlenden Nachrichten“, so die traurige Nachricht aus Schmiding.

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