Bayern holt Titel

“Diese Meisterschaft ist für Uli Hoeneß”

Sport
26.03.2014 09:16
Mit Polonaise, aber ohne Bier feierten die Bayern-Stars am Dienstagabend nach dem 3:1-Sieg bei der Hertha in Berlin die Meisterschaft. Zum 24. Mal holten Alaba und Co. die Schale nach München, sie dürfen sich erster "März-Champion" der Geschichte nennen. Und sie widmen den Titel einem speziellen Mann: "Diese Meisterschaft ist für Uli Hoeneß. Er ist die wichtigste Person im Verein", so Trainer Pep Guardiola.

Dienstag, punkt 21.52 Uhr war es amtlich: Der FC Bayern ist zum 24. Mal deutscher Meister, der erste "März-Champion" der Bundesliga-Geschichte - und auch der erste Klub, der bis zum Titelgewinn ungeschlagen geblieben ist. Das 3:1 bei der Hertha war der 25. Sieg, lediglich Freiburg und Bayer Leverkusen trotzten den Münchnern bislang ein Remis ab.

Verhaltener Jubel
Dennoch blieb im Berliner Olympiastadion die überschwängliche Freude aus - wohl auch zumal der Titelgewinn nur eine Frage des Wann war. Ribery, Alaba & Co. streiften sich das "Rekordmeister"-Trikot über, tanzten die Polonaise auf der Laufbahn, ließen sich in der Fankurve feiern, auf die Bierdusche warteten die Fans allerdings vergeblich. Die soll's bei der Teller-Übergabe am letzten Spieltag geben.

Auch Matthias Sammer ließ die ganz großen Emotionen vermissen. "Das Lob gebührt dem Trainer und der Mannschaft, aber das Momentum ist schon außergewöhnlich", sagte der Sport-Vorstand und erklärte: "Wir haben in der letzten Saison mit Jupp Heynckes ein starkes Fundament errichtet. Und heuer nochmals alles verfeinert, zielstrebig weitergearbeitet, jetzt sind wir extrem happy."

Guardiola denkt an Hoeneß
Und Startrainer Guardiola sagte: "Das ist das Produkt harter Arbeit. Aber dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht. Die individuelle Qualität hat uns zu den Siegen geführt. Wir sind von Tag zu Tag besser geworden." In Gedanken war er bei dem verurteilten "Bayern-Macher" Uli Hoeneß: "Er ist der wichtigste Mann im Verein, diese Meisterschaft ist für ihn."

Torhüter Manuel Neuer wiederum huldigte vor allem dem neuen Coach. "Wir wissen, dass er ein großer Trainer ist. Wir haben den Schwung aus dem Sommer mitgenommen von dem Triple-Sieg. Dass es dann so reibungslos weitergelaufen ist, damit hat man aber nicht rechnen können", so Neuer über Guardiola und die sensationelle Saison.

Klopp: "Brauchen ein Fernrohr"
Eine Saison, in der die Konkurrenz nicht viel mitzureden hatte. Bayern legte einen klassischen Start-Ziel-Sieg hin. Dortmund kann sich am ehesten noch Bayern-Jäger nennen, liegt als derzeit Zweitplatzierter aber schon unglaubliche 25 Punkte zurück. Trainer Jürgen Klopp brachte es auf den Punkt: "Wir können die Bayern zwar sehen, brauchen aber ein Fernrohr."

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