Der Komponist verstarb 1809 – sein Schädel verblieb lange in Wien. Erst im Jahr 1954 wurde er nach Eisenstadt gebracht und den Gebeinen in der Krypta der Bergkirche beigelegt.*
Wenn in der Vorweihnachtszeit Kerzenlicht die Bergkirche in Eisenstadt in warmen Glanz taucht, liegt über dem Ort eine besondere Stimmung. Hier, in der Krypta unter der Kirche, befindet sich die letzte Ruhestätte von Joseph Haydn, dem großen Komponisten.
Der Weg zu dieser „letzten Ruhe“ war alles andere als geradlinig. Nach Haydns Tod 1809 in Wien wurde sein Schädel entwendet – im Namen der damals populären Schädelforschung. Während der Körper 1820 auf Wunsch der Familie Esterházy nach Eisenstadt überführt und in der Bergkirche beigesetzt wurde, gelangte der Kopf in verschiedene Privatsammlungen.
Erst 1954, nach langen Verhandlungen, konnte Haydns Schädel endlich heimkehren. Damit fand der Komponist mehr als 140 Jahre nach seinem Tod jene Ruhe, die ihm so lange verwehrt geblieben war.
*Gastbeitrag der Stadt Eisenstadt
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