Erste Berichtsdetails

Nordbahn-Ausbau legt 7000 Jahre alte Spuren frei

Niederösterreich
08.12.2025 16:00

Beim Nordbahn-Ausbau in Niederösterreich kommen auch Jahrtausende alte menschliche Spuren zum Vorschein. Schon vor dem Bau der Eisenbahn nutzte man die Route für den Handel.

Wo bald Bagger für den Ausbau der Nordbahn anrollen, wurde am Freitag die Vergangenheit lebendig: Rund 30 Kinder der Volksschule Angern warfen einen exklusiven Blick auf die aktuellen archäologischen Ausgrabungen – und staunten nicht schlecht über das, was dort im Boden schlummert.

Seit Sommer arbeitet ein Archäologen-Team im Auftrag der ÖBB entlang der Bahntrasse. Bevor die Bagger kommen, muss geklärt sein, welche Überreste vergangener Kulturen hier verborgen liegen. Erst dann kann der Ausbau der Nordbahn in diesem Gebiet weitergehen. Die ÖBB betonen, dass die Grabungen eine behördliche Auflage der Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen worden sind und streng abgestimmt sind mit dem Bundesdenkmalamt.

Bis in die Jungsteinzeit zurück
Obwohl der Abschlussbericht erst in ein paar Monaten vorliegen wird, gibt es schon jetzt interessante Details: Entlang der March gibt es Spuren von Siedlungen aus drei Epochen. Hier siedelten Menschen in der Jungsteinzeit (bis 5000 v.Chr.), der späten Bronzezeit und der Hallstattzeit. Die Funde und bisherige geschichtliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass auch vor der Eisenbahn hier schon eine Handelsroute war. Während die Grabungen an einem Gräberfeld aus der Bronzezeit bereits abgeschlossen sind, wurde die dazugehörige Siedlung noch nicht gefunden.

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