60.000 Euro ergaunert

„Hochpreisiges Gold“ war nur bemalte Billigware

Niederösterreich
08.12.2025 19:00

Zwei Betrüger knöpften einem Restaurantchef aus Mödling in Niederösterreich mit vermeintlich echten Goldstücken 60.000 Euro ab. Die Täter des europaweit einzigartigen Falles sind noch auf der Flucht.

Es ist ein Fall, der die Ermittler bereits seit April beschäftigt. Denn damals hatte es in einem Asia-Restaurant in Mödling ein folgenschweres Treffen gegeben. Zwei Chinesen hatten sich gegenüber dem Lokalbesitzer als Geschäftsmänner ausgegeben. Der vermeintliche Hintergrund des Treffens: Das Duo brauche ein Catering für seine Mitarbeiter. Angeblich! Denn in Wirklichkeit hatten die beiden Asiaten ganz anderes im Sinn.

Auf einer Baustelle gefunden ...
Denn bei einem zweiten Treffen gleich am nächsten Tag widmeten sie sich nur zu Beginn der Menüplanung. Wenig später verrieten die Männer, dass sie auf einer Baustelle im südlichen Niederösterreich eine größere Menge Gold und ein chinesisches Testament gefunden hätten. Im Zuge des Gesprächs boten sie die vermeintlich wertvollen Stücke zum Verkauf an.

Die sichergestellten „Gold“-Stücke
Die sichergestellten „Gold“-Stücke(Bild: ServusTV/Mabon Film)

Es sind nur komplette Fälschungen
Der Restaurantchef stieg darauf ein und bezahlte mehr als 60.000 Euro dafür. Als der Käufer dieses anschließend zu einem Fachhandel brachte, traute er seinen Ohren nicht. Es handelte sich bei den Goldstücken um komplette Fälschungen. Ein mehr als schwacher Trost: Er sei nicht das einzige Opfer dieser Betrügerbande.

„Im Zuge der Ermittlungen konnten wir feststellen, dass diese Goldstücke aus einer Kupfer-Nickel- und Zink-Legierung bestehen, die lediglich goldfarben eingefärbt oder lackiert waren“, berichtet Ermittler Markus Vondracek.

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Das Catering war nur ein Köder, um mit dem Opfer ins Gespräch zu kommen. Im Zuge dessen konnten die beiden Betrüger ihm das angeblich gefundene Gold anbieten.

Ermittler Nenad Macho

Nach wie vor fehlt von den Tätern jede Spur. „Das Besondere an diesem Modus Operandi war, dass es diesen in Österreich so noch nicht gegeben hat und wir auch keinen ähnlichen Fall in Europa gefunden haben“, so Vondracek.

Während die Ermittlungen weiter auf Hochtouren laufen, zeigt ServusTV den Fall in der Sendung „Fahndung Österreich“ am Mittwoch um 20.15 Uhr.

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