Der Countdown läuft

„Revolution“: Koralmbahn krempelt Fahrplan um

Steiermark
01.12.2025 14:28

Für die steirischen Eisenbahner geht eine planungsintensive Zeit zu Ende. Alles steht bereit für den „historischen 14. Dezember“, an dem der Zugverkehr durch den Koralmtunnel Fahrt aufnimmt. Alle Details zu den Fahrplanänderungen.

Der Countdown läuft: In exakt 13 Tagen startet der Zugverkehr im Koralmtunnel. Eine Runde aus Eisenbahnern und Politik nutzte die letzten Momente der Ruhe vor dem Sturm für eine Rekapitulation der wichtigsten Fahrplanänderungen. „,Viele realisieren nicht, was sich alles verändern wird‘ titelte die ,Krone‘ – dem kann ich nur beipflichten. Die Koralmbahn wird den öffentlichen Verkehr revolutionieren“, sagt Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ).

Die großen Meilensteine sind allseits bekannt: 29-mal täglich geht es via Direktverbindung von Graz nach Klagenfurt, 33-mal nach Wien, viermal nach Laibach und zweimal in nur 4 Stunden und 40 Minuten nach Venedig. „Wir rücken von einer Randregion in die Mitte Europas“, sagt Holzer.

V. l.: Peter Gspaltl (Geschäftsführer Verkehrsverbund), Peter Wallis (ÖBB-Regionalmanager), ...
V. l.: Peter Gspaltl (Geschäftsführer Verkehrsverbund), Peter Wallis (ÖBB-Regionalmanager), Barbara Kleinert (GKB-Geschäftsführerin), Verkehrslandesrätin Claudia Holzer (FPÖ), Bernhard Breid (Land Steiermark) und Ronald Kiss (Direktor Steiermärkische Landesbahnen)(Bild: Christian Jauschowetz)

Abseits vom Fernverkehr wird aber auch auf regionaler Ebene umgekrempelt. 90 Prozent aller Züge und 60 Prozent aller Regiobus-Linien bekommen ab 14. Dezember neue Abfahrtszeiten. Vom Palten-Liesing-Tal geht es direkt nach Bruck an der Mur, die Aichfeld-Region bekommt einen Halbstundentakt, der R70 wird bis Selzthal verlängert und für Admont gibt es einen neuen Schülerzug – um nur einen Auszug zu nennen.

Der Westen profitiert am meisten
In Deutschlandsberg startet ein neue Regiobus-Linie (764), außerdem werden fünf neue Interregio-Zugverbindungen eingeführt, die ab sofort auch allen Besitzern eines „Freizeittickets“ zur Verfügung stehen. Um 14 Euro pro Wochenende wird den Fahrgästen dann 30 Prozent mehr geboten, erklärt Peter Gspaltl vom Verkehrsverbund Steiermark.

Das ist ein Quantensprung, sowohl die Inbetriebnahme der Koralmbahn als auch die Elektrifizierung der GKB. Auf der steirischen Westbahn tritt ein deutlich verdichteter Fahrplan in Kraft.

Barbara Kleinert

GKB-Geschäftsführerin

Beim Ausbau des S-Bahn-Angebots profitiert die Weststeiermark am meisten (S6, S61 und S7). „Das ist ein Quantensprung. Auf der steirischen Westbahn tritt ein deutlich verdichteter Fahrplan in Kraft“, sagt GKB-Geschäftsführerin Barbara Kleinert. Viertelstündlich geht es von Graz nach Lieboch – in nur 16 Minuten ist man 19-mal täglich am Bahnhof Weststeiermark.

Die Linien, die am Blatt gezogen wurden, sollen nun zur Realität werden. Landesrätin Holzer nützte das rege Medieninteresse, um sich bei allen Unternehmen, die seit 2018 an der Planung beteiligt waren, zu bedanken. Für übernächsten Sonntag steht alles bereit: „Ich kann nur jedem empfehlen, rechtzeitig eine Sitzplatzreservierung zu machen“, erinnert ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis.

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