Jahrhunderte Tradition

Große Privatbrauerei lebt durch Investoren weiter

Niederösterreich
30.11.2025 17:00

So wie der Grüne Veltliner zum DAC, gehört die Marke Hubertus Bräu aus Laa an der Thaya zum Weinviertel. Der Anstoß für die Übernahme ab 1. Dezember fiel bei einem Gespräch mit Hubertus-Chef Hermann Kühtreiber und dem Laaer Rechtsanwalt Thomas Stenitzer: Die traditionsreiche Brauerei ist für die Zukunft abgesichert.

Inhaber Hermann Kühtreiber wollte sich zur Ruhe setzen, der Rechtsanwalt Thomas Stenitzer die Brauerei aber nicht in eine unsichere Zukunft schicken: Zu sehr hat die Wirtschaftskrise, vor allem die Schließung von Gasthäusern, dem Betrieb zugesetzt. „Wir waren uns schnell einig“, erklärt Stenitzer, der zur Brauerei sozusagen „erblich bedingt“ eine Verbindung hat: „Mein Großvater war Anwalt, hatte damals aber keinen Führerschein. So kam es, dass ihn die Bierfahrer, die in die ganze Region ausschwärmten, zu seinen Klienten mitnahmen“, erzählt der Laaer. Schnell war auch ein zweiter Beteiligter gefunden: Die Brauerei und er hatten denselben Steuerberater, die KMB Steuerberatung mit Stammsitz in Korneuburg.

Weinviertler Braukunst – seit Jahrhunderten überregional in aller Munde
„Die Wurzeln der Brauerei reichen bis 1454 zurück – so einen historischen Betrieb kann man nicht schließen lassen“, so die Worte, mit denen Andreas Geritzer von Riedldruck in Auersthal auch schnell überzeugt war.

Nach der Gründung 1454 mitten in der Stadt Laa an der Thaya angesiedelt, ist die Brauerei an ...
Nach der Gründung 1454 mitten in der Stadt Laa an der Thaya angesiedelt, ist die Brauerei an einen neuen Standort umgesiedelt..(Bild: Andreas Leisser)

Geschäftsführung bleibt in Familienhand
„In der Praxis wird Andreas Kühtreiber das Know-how weitergeben“, stellt Stenitzer den 33-jährigen Brauersohn als neuen Geschäftsführer vor. Aber auch selbst hat man schon Ideen geboren: „Als wir uns im Namen von Hubertus bei der Biermesse in München Tipps einholten, reagierten viele Leute doch etwas irritiert“, schmunzelt Stenitzer. So sind etwa auch PET-Flaschen für neue antialkoholische Getränke sowie Dosen geplant. Bei den Biersorten will man – jedenfalls vorerst – auf bewährtem Kurs bleiben.

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