Zu viel Schnee in Ruka

Lanisek gewinnt Chaos-Springen ++ Tschofenig 12.!

Ski Nordisch
29.11.2025 16:37
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Zu viel Wind und zu viel Schnee – das Weltcup-Skispringen im finnischen Ruka hat sich wetterbedingt zu einem veritablen Chaos-Bewerb entwickelt!

Nachdem man den 1. Durchgang gerade noch durchgebracht hatte, ging dann bald nichts mehr – und das Finale musste nach wenigen Springern abgebrochen werden. Was dazu führte, dass der Halbzeit-Stand zum Endresultat wurde und der Slowene Anže Lanišek seinen zweiten Saisonsieg einfuhr. Als bester ÖSV-Adler landete Daniel Tschofenig auf Platz 12, Jan Hörl hatte nach langem Zuwarten nicht einmal den Sprung in Durchgang 2 geschafft …

„Wir wissen, dass wir gut drauf sind!“
„Es war extrem schwierig, es hat irrsinnig schnell gewechselt und du hast einfach gute Sprünge machen müssen – und guten Wind an der richtigen Stelle“, sagte ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl. Vom Wind her sei es nicht sehr glücklich verlaufen. „Sprungmäßig merkt man halt, wenn von Training und Quali ein bisschen ein Fragezeichen da ist, dass es nicht so einfach ist.“ Man werde dies nun gut analysieren. „Morgen ist eine neue Chance, die werden wir auch nutzen. Wir wissen, dass wir gut drauf sind.“

Für Gesamtweltcup-Titelverteidiger Tschofenig war es ein bitterer Tag. „Ich habe eigentlich ganz coole Sprünge gehabt, mit Pech kommt man leider auch nicht weiter auf der Schanze. Prinzipiell passen die Sprünge“, versicherte er.

Das Ergebnis:

(Bild: www.fis-ski.com)
(Bild: www.fis-ski.com)

Lanisek mit 142-Meter-Satz zum Sieg
Laniseks Halbzeit-Führung nach einem 142-Meter-Satz sollte zum zweiten Sieg in Folge reichen. Nikaido holte seinen ersten Podestplatz überhaupt, mit Domen Prevc landete ein weiterer Slowene auf dem Stockerl. Hinter Tschofenig war Manuel Fettner in Abwesenheit von Stefan Kraft, dessen Frau ein Kind erwartet, auf Rang 13 zweitbester ÖSV-Springer.

Nur noch Stephan Embacher, der im später nicht gewerteten zweiten Versuch bei 99,5 Metern „herunterplumpste“, kam als 25. in die Punkteränge. Neben Hörl (35.) hatte auch Jonas Schuster (39.) Weltcup-Zähler verpasst. Am Sonntag (14.50 Uhr) steht auf der windanfälligen Schanze in Ruka ein weiterer Großschanzen-Bewerb auf dem Programm.

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