„Krone“-Kommentar

Teures Stück: Komödienstadel im Landestheater

Tirol
25.11.2025 13:43

Nahezu rund um die Uhr sowie auf allen Ebenen ist derzeit ein Wort omnipräsent: Sparen! Umso erstaunlicher sind jene Vorgänge, die sich am Tiroler Landestheater abspielen. Ein Kommentar von Claus Meinert, Chefredakteur der „Tiroler Krone“.

Nein, am Tiroler Landestheater sprießen nicht vor lauter Erfolg die Einnahmen. Im Gegenteil: Nun wurde bekannt, dass die satte Summe von 261.000 Euro für eine ganz spezielle „Aufführung“ bezahlt werden muss. Ein Stück, das sich primär hinter den Kulissen und dennoch auf öffentlicher Bühne abgespielt hat.

Die Rede ist von einem monatelangen Streit zwischen Führungskräften. In den Hauptrollen der kaufmännische Direktor und die Intendantin. Diese 261.000 Euro gehen an eine Grazer Unternehmensberatung, die in diesem Streit vermittelte, nachdem die Eigentümervertreter von Land und Stadt Innsbruck, LH Anton Mattle und Johannes Anzengruber, es augenscheinlich nicht schafften, die „Streithansln“ vor die Theatertür zu setzen.

Das Tiroler Landestheater auf einer Archivaufnahme.
Das Tiroler Landestheater auf einer Archivaufnahme.(Bild: Christof Birbaumer)

So weit, so schlecht. Die Pointe kommt aber erst. Denn nun wurde betont, dass diese 261.000 Euro das Landestheater selbst tragen muss. Das ist insofern zum Schmunzeln, da das Theater von Land und Stadt jährlich 35 Millionen Euro zugeschossen bekommt.

Abgesehen davon, dass diese Geschichte bester Stoff für eine weitere Folge der seichten Theaterserie „Komödienstadel“ sein könnte, hätte wohl auch so mancher Sportbereich in diesem Land gerne diese 261.000 Euro – von den 35 Millionen an Zuschüssen im Jahr ganz zu schweigen.

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