Dubioser Deal

Kaufvertrag für einen Porsche Cayenne gefälscht

Vorarlberg
20.01.2026 06:00
Porträt von Chantal Dorn
Von Chantal Dorn

Wegen schweren Betrugs sind am Montag ein 25-jähriger Vorarlberger und dessen Vater am Landesgericht Feldkirch zu saftigen Geldstrafen verurteilt worden. Die beiden hatten beim Kauf eines Luxuswagens zu unlauteren Mitteln gegriffen. 

Es geht um einen Porsche Cayenne, einen Kaufvertrag – und um die Frage, wer hier wen betrogen hat. Auf der Anklagebank sitzt ein 25-jähriger Mann aus Vorarlberg, neben ihm sein Vater. Die Staatsanwaltschaft zeichnet ein klares Bild: ein Autoverkauf am Mittelmeer, 40.000 Euro Anzahlung, weitere 20.000 Euro offen. Doch dieses Geld floss nie. „Der Angeklagte legte der Versicherung stattdessen einen Beleg vor, der eine vollständige Zahlung bestätigte“, erklärt der Staatsanwalt, „dieser Beleg war aber gefälscht.“

Befragt zu den Vorwürfen, gab der Erstangeklagte an, dass er Angst um sein Geld gehabt hätte, da sich die Versicherung geweigert habe, ihm die Original-Fahrzeugpapiere auszuhändigen. „Es hieß, der Verkäufer sei von irgendwelchen Leuten erpresst worden oder so.“ Dieser in „irgendeine dubiose Geschichte“ verwickelt gewesen. „Ich hatte einfach Angst, mein Geld zu verlieren – in dem Fall die bereits bezahlten 40.000 Euro.“

„Betrug bleibt Betrug“
Deshalb habe er auch die Unterschrift gefälscht und behauptet, die restlichen 20.000 Euro dem Verkäufer übergeben zu haben. „Ich sah einfach keinen anderen Ausweg.“ Richterin Klammer: „Betrug bleibt Betrug“. Doch das Gericht bleibt bei den harten Fakten. Nach kurzem Blättern in ihren Unterlagen sagt Richterin Franziska Klammer zum 25-Jährigen: „Bereits im Zivilverfahren haben Sie versucht, mit demselben Schriftstück zu täuschen – ohne Erfolg.“

Dann richtet sie den Blick auf den Vater. Dessen Behauptung, nichts gewusst zu haben, hält der Beweisaufnahme nicht stand. Nach kurzer Beratung fällt das Urteil. „Der Erstangeklagte wird wegen schweren Betrugs zu einer Geldstrafe von 12.600 Euro verurteilt, der Mitangeklagte zu 10.080 Euro.“ Zum Schluss sagt die Richterin ruhig, aber bestimmt: „Dass beim Autokauf nicht alles glatt lief, mag sein. Tatsache bleibt aber: Sie haben einen Betrug begangen.“

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