„Krone“-Kommentar

Die Rückkehr der kalten Progression

Kolumnen
22.11.2025 06:00

Erinnern Sie sich noch? Vor nicht allzu langer Zeit wurde uns von der alten schwarz-grünen Regierung ein großer Wurf verkauft: die Abschaffung der kalten Progression. Ex-Kanzler Nehammer und Ex-Finanzminister Brunner stellten es so dar, als hätten sie den „Steuerfraß“ endlich besiegt. Die Idee: Die Steuerstufen sollen mit der Inflation steigen, damit Ihnen von Ihrer nominellen KV-Lohnerhöhung auch unterm Strich mehr bleibt und Sie nicht ständig in höhere Steuerklassen geraten.

Doch davon dürfte wenig bleiben. Der neuen Regierung mit Kanzler Stocker und Finanzminister Marterbauer ist der faire Steuerdeal für den kleinen Mann kein Herzensanliegen mehr. Im Gegenteil: Sie können die Milliarden, die die kalte Progression in die Staatskasse spült, gut gebrauchen. Weil das Budget aus allen Nähten platzt und die Schulden wachsen, wird jetzt jeder Cent umgedreht.

Zuerst hieß es noch, die Steuerstufen würden 2026 nur um zwei Drittel der Inflation angehoben, ein Drittel werde einbehalten. Das war schon eine Verschlechterung. Jetzt aber steht gerüchteweise im Raum, was wir alle befürchtet haben: Die Anpassung könnte ganz gestrichen werden. Das brächte dem Staat alleine 2026 rund eine Milliarde Euro – das ist die verlockende Beute, die die Regierung angeblich im Visier hat.

Wer würde die Zeche zahlen? Sie! Der arbeitende Österreicher, der Pensionist, die Familie. Sie alle würden durch die kalte Progression wieder einmal systematisch geschröpft. Ihr Bruttolohn steigt vielleicht ein bisschen, aber netto und „real“ hätten Sie immer weniger. Die Abgabenlast in diesem Land würde weiter explodieren!

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