Im Haus der Geschichte im Museum NÖ wird in der neuen Sonderschau „Hitlers Exekutive“ anhand von Schicksalen und Biografien der Polizeiapparat während des NS-Regimes in den Fokus gerückt.
Der Polizeiapparat in Zeiten des Nationalsozialismus wird derzeit im Haus der Geschichte in St. Pölten in den Fokus gerückt. Mit der Schau „Hitlers Exekutive“ beleuchtet das Museum NÖ eine der tragenden Säulen der nationalsozialistischen Diktatur. Denn nur wenige Polizisten standen dem Regime damals kritisch gegenüber, vielmehr waren österreichische Polizisten und Gendarmen maßgeblich an der Verfolgung und Ermordung von Menschen beteiligt, erklärt etwa Christian Rapp, wissenschaftlicher Leiter im Haus der Geschichte, anlässlich der Ausstellungseröffnung Anfang Oktober.
Für die neue Sonderschau wurden exemplarisch Schicksale und Biografien vor den Vorhang geholt, um die Zeit vor, nach und in der NS-Herrschaft von 1938 bis 1945 zu beleuchten. Auf diese Weise wurde ein Überblick zu Organisation, Aufgaben sowie Gesinnung geschaffen: vom Freiheitskampf bis hin zur Tyrannei.
Schau läuft bis Februar nächsten Jahres
Innerhalb des Polizeiapparates befanden sich aber auch Widerstands- kämpfer, wie etwa eine Gruppierung rund um den stellvertretenden Stadtpolizeidirektor von St. Pölten, Otto Kirchl, die gegen Ende des Zweiten Weltkrieges eine gewaltfreie Übergabe der heutigen Landeshauptstadt an die Rote Armee geplant hatten. Doch ihr Vorhaben wurde zuvor verraten, die Beteiligten umgehend hingerichtet.
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