„Zivi des Jahres 2025“

Fabian Bartl aus Telfs holte sich den Landessieg

Tirol
23.09.2025 20:00

Am heutigen Dienstagabend wurden im Bundeskanzleramt feierlich die „Zivildiener des Jahres 2025“ geehrt. In Tirol sicherte sich Fabian Bartl aus Telfs diesen Titel, über den Bundessieg darf sich hingegen Salzburg freuen. Die „Krone“ konnte sich bereits mit dem Tiroler Sieger austauschen.

Das Prozedere läuft wie folgt ab: Pro Bundesland wird ein „Zivildiener des Jahres“ gekürt. Nominiert werden die Zivildiener von ihren Zivildiensteinrichtungen. Eine Fachjury wählt aus Einreichungen die Preisträger aus – heuer waren es mehr als 150 Bewerbungen. Pro Bundesland wird ein Geehrter nominiert. Und aus dem Kreis dieser Landessieger kürt die Jury wiederum den Bundessieger.

Zum „Zivildiener des Jahres“ in Tirol wurde Fabian Bartl aus Telfs gekürt. Er wurde für seine besonderen Leistungen im KinderKompetenzZentrum Telfs ausgezeichnet. „Mein Zivildienst hat mir gezeigt, wie bereichernd die Arbeit mit Kindern ist. Besonders die täglichen Begegnungen und kleinen Erlebnisse haben mich so geprägt, dass ich mich entschieden habe, meinen beruflichen Weg in der Pädagogik weiterzugehen. Diese Erfahrung hat mein Leben verändert und mir gezeigt, wo meine Zukunft liegt“, betont Bartl. 

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Ich habe mich entschieden, meinen beruflichen Weg in der Pädagogik weiterzugehen.

Fabian Bartl, „Zivildiener des Jahres“ in Tirol

„Fleißbienchen mit Fußballschuhen“
Für Sabrina Glader, Leiterin des KinderKompetenzZentrums Telfs, war der junge Tiroler „der Fels in der Kindergarten-Brandung“. Sie sagt: „Fabian war nicht einfach ein Zivildiener – er war unser Fleißbienchen mit Fußballschuhen.“ Vom ersten Tag an habe er engagiert mitangepackt: ob beim Obstschneiden mit chirurgischer Präzision, beim Supperühren mit der Hingabe eines Sternekochs oder beim Tischetragen mit einem Lächeln – „Fabian war immer da. Immer. Überall. Und er war nie aus der Ruhe zu bringen“, erzählt Glader.

Zwischen Kirschkernweitspucken und Kinderchor-Konzerten sei Bartl ein „Ruhepol“ im Kindergarten gewesen. Er habe gezeigt, dass man auch zwischen Seifenblasen und Glitzerkleber seine Nerven behalten könne – und dabei sogar Humor zeigen könne. „Er fragte nie: ,Muss ich das machen?‘, sondern „Was kann ich noch machen?‘ – und das mit einem Herz, das größer  war als der Obstkorb des Kindergartens“, schildert die Leiterin.

„Ein besonderer Pädagoge“
Bartls Zivildienst im Kindergarten sei zur „Zivi-Show“ geworden. Er habe nicht nur Spuren in den Herzen der Kinder hinterlassen, sondern auch in ihm selbst – indem er sich entschieden hat, Pädagoge zu werden. „Der Kindergarten, in dem Fabian später einmal arbeiten wird, darf sich jetzt schon auf einen ganz besonderen Pädagogen freuen“, spricht Glader stellvertretend für alle Pädagoginnen und Pädagogen des KinderKompetenzZentrums Telfs. 

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Zivildiener sind da, wenn andere sie brauchen. Darauf kann Österreich stolz sein.

Claudia Plakolm, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie

Übrigens: Mit Stand 1. September 2025 gibt es in Tirol insgesamt 753 Zivildiener – aufgeteilt auf 16 Einsatzgebiete.

Der Bundessieg „Zivildiener des Jahres“ geht in diesem Jahr an Jakob Neff, der seinen Zivildienst in Salzburg geleistet hat. 

„Was ihr tut, ist nicht immer laut, aber es verändert Leben“
Geehrte wurden die Zivildiener von Claudia Plakolm, Bundesministerin für Europa, Integration und Familie. „Zivildienst heißt hinschauen, anpacken und Verantwortung übernehmen. Ob im Rettungswagen, im Pflegeheim oder im Sozialdienst – Zivildiener sind da, wenn andere sie brauchen“, sagt sie und führt weiter aus: „Mit den ‚Zivildienern des Jahres‘ holen wir jene vor den Vorhang, die ihren Dienst mit Herz, Verstand und Verlässlichkeit leisten. Ich danke jedem Einzelnen, den Teams in den Einrichtungen und den Familien, die diesen Einsatz möglich machen. Was ihr tut, ist nicht immer laut, aber es verändert Leben. Darauf kann Österreich stolz sein.“

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