Ein Ungar (44) machte in Kirchen und Kapellen in Nord- und Osttirol immer wieder fette Beute. Vorerst ist damit nun aber Schluss. Der Mann wurde nämlich geschnappt und jetzt für seine Taten in Innsbruck verurteilt.
Die Masche war immer gleich: Mittels doppelseitigem Klebeband „fischte“ der 44-jährige Ungar in Nord- und Osttirol eifrig und meist erfolgreich nach Geldscheinen und Münzen in Opferstöcken. Einmal erbeutete er nur zwölf, in einem anderen Fall jedoch fast 600 Euro. Bei der Eggererkapelle in Eben am Achensee wurde der Mann aber geschnappt. „Ich hatte kein Geld und brauchte es zum Überleben“, meinte der 44-Jährige, der offenbar seit zwanzig Jahren obdachlos ist, nun in Innsbruck vor Gericht.
Kirchen sind „besonders schützenswerte Räume“
Die Richterin ließ jedoch keine Milde walten und verurteilte den Ungarn, der zuletzt 2022 aus einer Haftstrafe entlassen wurde, zu 20 Monaten unbedingter Freiheitsstrafe. „Sie sind mehrfach vorbestraft, waren bereits in Haft und haben offenbar nichts daraus gelernt“, betonte sie. Erschwerend sei neben der
Vorstrafenbelastung unter anderem auch, dass der Gesetzgeber Kirchen als „besonders schützenswerte Räume“ definiert und der Strafrahmen damit zwischen sechs Monaten und fünf Jahren liege. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.
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