Mi, 15. August 2018

Von wegen Unfall

14.01.2014 17:00

Granatenexplosion: SP-Gemeinderat wurde erschossen

Nach der Explosion einer Handgranate in einem BMW in Wien-Ottakring in der Nacht auf Samstag, bei der zwei Männer getötet worden waren, ist laut neuesten Ermittlungsergebnissen ein Unfall auszuschließen. So war der 45-jährige SPÖ-Politiker - er war als Gemeinderat in Oberösterreich tätig - zuvor mehrfach angeschossen worden und diesen Verletzungen erlegen. Der 57-Jährige am Beifahrersitz starb an den Folgen der Detonation.

Vorerst hatte - wie berichtet - nach Angaben der Polizei alles nach einem Unfall ausgesehen, doch das Ergebnis der Obduktion spricht nun eine völlig andere Sprache: Nachdem in der Nacht auf Samstag in einem BMW X5 im Bezirk Ottakring eine Granate explodierte, steht fest, dass der 45-jährige SPÖ-Gemeinderat vor der Explosion bereits tot war - auf ihn war mehrfach geschossen worden. Zwei Kugeln trafen den Mann in den Kopf, eine dritte traf ihn in die Brust.

Der 57-jährige Deutsche - er saß zum Zeitpunkt der Detonation auf dem Beifahrersitz - starb an den Folgen der Explosion. Seine Leiche wies keine Schussverletzungen auf.

Die Sicherung von Spuren sowie die Obduktion der Toten selbst gestaltete sich laut Ermittlern äußerst schwierig. Durch die Explosion seien die Körper der Männer "schwer beeinträchtigt" worden, hieß es im Polizeibericht. Die Spurensuche und deren Auswertung würden daher noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

Keine Spur von Tatwaffe
Bislang fehlt jede Spur von der Waffe, mit der der 45-Jährige erschossen wurde. Die Ermittler schließen die Beteiligung einer oder mehrerer weiterer Personen an dem Gewaltverbrechen nicht aus.

Bezüglich der im Fahrzeug aufgefundenen Kanister gibt es keine neuen Erkenntnisse. Deren kriminaltechnische Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen und wird wohl noch einige Tage andauern.

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