Mi, 22. August 2018

Nach Rekordsieg

30.12.2013 07:59

Schild: "Weiß nicht, wie ich das realisieren soll"

Marlies Schild ist nach ihrem 35. Slalom-Erfolg nun alleinige Rekordhalterin in dieser Disziplin. Die 32-jährige Salzburgerin zog geschlechterübergreifend mit dem Italiener Alberto Tomba gleich, vor ihr liegt mit 40 Siegen nur noch der Schwede Ingemar Stenmark. "Ich weiß nicht, wie ich das realisieren soll", gibt sie sich im Interview immer noch ungläubig.

35 Slalomsiege - haben Sie das schon realisiert?
Marlies Schild: Es ist unglaublich! Wenn ich die Zahl höre, ist das schon ein Wahnsinn. Ich weiß nicht, wie ich das realisieren soll. Ich habe in meiner Karriere extrem gute Jahre gehabt und schwierige, in denen ich verletzt war. Dann immer wieder aufzustehen und zurückzukommen, da bin ich auch stolz darauf, dass ich das immer wieder geschafft habe. Das ist vielleicht auch ein gutes Vorbild für andere.

Wenn nicht Olympia kommen würde, könnten Sie dann nicht sagen, Sie haben alles erreicht, Sie hören auf?
Schild:(denkt lange nach) Das hätte ich vor einer Woche schon sagen können. Aber die Welt ist ja so verrückt! Irgendwie denkt man sich, wenn ich das jetzt schaffe, passt es aber wirklich. Aber man ist ja doch ehrgeizig. Es ist jedes Mal wieder eine Anspannung da. Jedes Mal denke ich mir wieder, muss das jetzt sein! Aber wenn ich dann am Start stehe, taugt es mir ja doch voll. Ich schaue einfach, was noch geht. Dann sehen wir eh, was noch rausschaut.

Sie waren nach dem ersten Durchgang Sechste, sind auch im zweiten nicht voll losgestartet, bis dann der Schlusshang kam. Haben Sie da alles ausgepackt, was Sie hatten?
Schild: Ich probiere es eigentlich immer vom Start weg, aber mit dem ersten Lauf war ich von oben bis unten nicht so glücklich. Im zweiten habe ich oben ein paar Fehler eingebaut. Ab der Mitte habe ich mir gedacht, schön langsam musst du was machen, damit das halbwegs noch was wird. Ich muss die Dinge einfach passieren lassen, und unten ist es mir ganz gut passiert. Mit dem Schlusshang bin ich absolut zufrieden. Ich weiß ja, was ich machen muss. Ich habe einfach probiert, noch einmal das Beste zu machen.

Nach Ihnen waren noch fünf Läuferinnen oben. Ist eine Marlies Schild beim Warten am Leaderbord auch noch richtig nervös?
Schild: Das ist eine andere Nervösität, denn im Ziel kann man eh nichts mehr machen. Man schaut es sich an und hofft natürlich. Ich habe gedacht, dass sich das nicht ausgeht. Aber es haben sich anscheinend die anderen auch nicht so leicht getan. Es gilt einfach immer nur, das Beste zu probieren und nicht zu viel nachzudenken. Woran es bei mir einfach immer ein bisserl happert ist das Vertrauen.

Sie haben mit insgesamt 37 nun einen Sieg mehr als Ihr Lebensgefährte Benjamin Raich. Hat er Ihnen schon gratuliert?
Schild: Ich habe das Handy immer am Zimmer, ich hatte noch keinen Kontakt. Dass ich einen Sieg mehr habe, belastet unsere Beziehung nicht. Ich bin sicher, dass er glücklich ist. Ich hoffe, er wird gleichziehen. Aber es spielt keine Rolle, wir freuen uns immer sehr, wenn der andere gut fährt.

Im neuen Jahr geht es mit dem Rennen in Bormio weiter. Sie haben beim bisher letzten Slalom dort 2008 gewonnen und die kleine Kristallkugel geholt. Was machen Sie bis dahin?
Schild: Ich werde jetzt einmal zwei, drei Tage nicht Ski fahren. Ich feiere mit Benni daheim im Pitztal Silvester, wir machen uns einen schönen, ruhigen Abend. Und danach wird wieder trainiert. Ich fahre gerne nach Bormio, ich mag das Rennen sehr, sehr gerne.

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