Mo, 20. August 2018

"Kosten uns Punkte"

08.12.2013 11:55

Bjelica tobt wegen "respektloser" Schiris

Nenad Bjelica hat seinem Ärger einmal mehr freien Lauf gelassen. Nach dem 2:2 seiner Austria gegen die Admira am Samstagabend stand dieses Mal aber nicht die eigene Mannschaft, sondern der Schiedsrichter im Mittelpunkt seiner Kritik. "Austria muss immer doppelt so gut sein und gegen zwölf gewinnen. Das geht nicht immer. Das kostet uns Punkte", schäumte der Austria-Coach.

Auslöser von Bjelicas Verstimmung war Referee Dieter Muckenhammer. Der 32-jährige Oberösterreicher hatte Austrias Thomas Murg in der 59. Minute mit einer überharten Roten Karte vom Platz gestellt. Selbst die Admiraner waren danach von dieser Entscheidung überrascht. "Gelb hätte gereicht", meinte Admira-Trainer Walter Knaller. Interessiert hatte Knaller zuvor den Worten seines Gegenübers gelauscht. Dieser redete sich ob der Referee-Entscheidung in Rage und beklagte dabei sogar einen fehlenden Meister-Bonus. "Dass so etwas einem Meister im eigenen Stadion passiert, gegen einen sogenannten Kleinen, auch wenn die Admira wie ein Großer gespielt hat, ist respektlos", erklärte Bjelica.

"Und dann kommt noch ein Herr, der Autorität zeigen will"
In den bisherigen 19 Runden registrierte der Kroate "sieben, acht Entscheidungen gegen die Austria. Das kostet uns natürlich Punkte, das ist nicht zu diskutieren. Warum machen sich die Schiedsrichter so stark gegen uns?", meinte Bjelica. Er fühle sich wie ein Aufsteiger, der sich den Respekt der Unparteiischen erst erarbeiten muss. "Wenn du bei Wolfsberg Trainer bist, ist das normal. Dann bauchst du ein wenig Zeit, bis sie kapieren, dass du in der Bundesliga bist", erklärte der ehemalige WAC-Trainer, der in Anbetracht der Geschehnisse auf jede andere Analyse verzichtete. "Unsere Situation ist schwer genug. Und dann kommt noch ein Herr, der Autorität zeigen will. Wie großartig und stark er ist gegen den Meister. Aber er hat nur irgendwas gezeigt."

Nach Ausschluss kippte Spiel gegen Admira
Zumindest gab Bjelica die Tatsache recht, dass die Partie nach dem Ausschluss klar zugunsten der Gäste kippte. 20:9 Schüsse Richtung Tor und ein klares Plus an Ballbesitz (59:41 Prozent) wiesen die Südstädter als aktiveres Team aus. Bei der Austria fanden im ganzen Spiel auch nur zwei von drei Pässen das Ziel. Dass sich der Meister in numerischer Unterlegenheit bis auf einen Distanzschuss von James Holland an die Stange überhaupt keine Möglichkeiten mehr erarbeiten konnte, verwunderte trotzdem. Konterattacken blieben fast gänzlich aus. In der zweiten Spielhälfte kam, wie in den vergangenen Spielen oft gesehen, der physische Einbruch.

Admiras Schicker: "Ich weiß, was ich drauf habe"
Die Admira freute sich über den Prestigepunkt beim Titelverteidiger nur bedingt. So ärgerte sich Rene Schicker, dass er selbst im Finish noch die Chance auf sein drittes Tor an diesem Abend ausgelassen hatte. "Aber im Endeffekt darf man nicht übertreiben", meinte der nun neunfache Saisontorschütze. In der Vorsaison war Schicker im Frühjahr noch nach Hartberg verliehen worden, nachdem er unter Dietmar Kühbauer keine Rolle mehr spielte. Nun trifft der 29-jährige Steirer am laufenden Band, in den jüngsten sechs Runden insgesamt siebenmal. "Ich weiß, was ich drauf habe. Jetzt bekomme ich auch die Bälle und stehe goldrichtig", meinte Schicker über sein Erfolgsrezept.

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