06.12.2013 17:00 |

Chemiewaffenarsenal

Österreich beteiligt sich an UN-Mission in Syrien

Knalleffekt rund um die internationale Mission zur Vernichtung des Chemiewaffenarsenals in Syrien: Ab Jänner wird sich daran auch Österreich beteiligen. Denn mit Hauptmann Peter Glittenberg (Bild) soll ein rot-weiß-roter Logistiker den Einsatz koordinieren. Zudem ist mit Franz Krawinkler ein Österreicher als Leiter der Abteilung Operationen und Planung für die gesamte Planung der Mission mitverantwortlich. Und eine Hercules-Maschine wird als Luftbrücke für die UNO eingesetzt.
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Konkret wird der 40-jährige Glittenberg als sogenannter Logistics and Movement Officer innerhalb der Planungstruppe für die Mission tätig sein. Er stellt somit den Hauptverantwortlichen für alle logistischen Angelegenheiten der UNO und der jüngst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten OPCW-Profis (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons). Das heißt, der gebürtige Salzburger wird von der Kommandozentrale in Den Haag aus ein halbes Jahr lang alle wesentlichen Schritte der Profis steuern.

Überwacht und plant alle Transporte
Ab 1. Jänner soll der Österreicher alle Transporte in den Einsatzraum planen und überwachen. Zur Unterstützung stellt das Bundesheer auch eine seiner drei Hercules-Transportmaschinen zur Verfügung. Schließlich gilt es nicht nur Fachpersonal, sondern auch Gerätschaften zur Entsorgung der Giftgassubstanzen zu befördern.

"Ich bin stolz darauf, dass sich das Bundesheer in zentralen Funktionen an der Vernichtung der syrischen Chemiewaffen beteiligen wird", so Verteidigungsminister Gerald Klug. Für ihn leistet Österreich mit dem Cheflogistiker, dem Planungs-Mitverantwortlichen und der Hercules-Maschine einen deutlich sichtbaren Beitrag.

Der Zeitplan der UNO sieht eine Vernichtung des syrischen Chemiearsenals bis zum 30. Juni 2014 vor. Eine internationale Mission von rund 100 Experten soll ab Jänner das gesamte Arsenal unschädlich machen. Österreich hatte angeboten, bis zu 20 Experten des ABC-Abwehrzentrums in Korneuburg für einen Einsatz auf syrischem Boden zur Verfügung zu stellen. Die OPCW und die UNO hätten das Angebot aus Wien jedoch nicht angenommen, hieß es am Freitag aus dem Verteidigungsministerium.

"Das Sterben in Syrien geht weiter"
"Mit dem Einsatz von Chemiewaffen wurde im August eine rote Linie überschritten. Aber unsere Sorge um die Chemiewaffen darf nicht von der humanitären Krise ablenken. Das Sterben in Syrien geht täglich weiter", so der Appell von Außenminister Michael Spindelegger für einen Waffenstillstand.

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