Stundenanzahl Problem

Experten warnen: Österreicher arbeiten zu wenig

Innenpolitik
28.07.2025 05:55

Aktuelle Zahlen zeigen: Die Österreicher arbeiten immer weniger, die jährliche Leistung an Arbeitsstunden sinkt. Was das bedeutet, woran es liegt und wo man ansetzen könnte.

Die Arbeitszeit rückte zuletzt massiv in den Fokus. Sowohl die Wirtschaftskammer (WKO) als auch Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer (ÖVP) warnten vor den Auswirkungen von zu viel Teilzeit und mahnten zu mehr Vollzeit. Auch NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ebenfalls ÖVP) wandte sich via APA an die Öffentlichkeit, um diesen Arten von Arbeitsmodellen entgegenzutreten.

Nun liefert auch der wirtschaftsliberale Thinktank Agenda Austria Treibstoff für dieses Vehikel: Die jährliche Arbeitsstundenleistung sinkt laut aktuellen Daten – siehe Grafik auch mit ausgewählten internationalen Vergleichen:

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

„Sonst geht sich das nicht aus“
Agenda-Ökonomin Carmen Treml: „In Österreich haben wir seit Corona viel Potenzial liegen gelassen. Wir arbeiten durchschnittlich zu wenig. Auch das BIP sinkt.“ Die Beschäftigungsquote steige zwar, aber die Arbeitsstunden seien ein Problem. Zudem kommt: „Immer mehr Junge fangen in Teilzeit an. Minister Hattmannsdorfer hat hier schon einen Punkt. Wir müssen mit mehr Leistung den Wohlstand erhalten, denn sonst geht sich das nicht aus.“

„Verlassen uns zu sehr auf den Staat“
Der Faktor Arbeit gehöre entlastet, fordert Treml. Damit es mehr Anreize für Vollzeitarbeit gebe. Oder zumindest für dezentes Aufstocken. Es müsse sich mehr rentieren. Aktuell werde man quasi bestraft, wenn man mehr arbeite. Andere Länder würden Potenziale viel besser nutzen – bei besserer Integration von Älteren oder Migranten: „Wir hätten viele Wachstumschancen, verlassen uns aber zu sehr auf den Staat.“

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