Vor allem mit Blick auf die jüngsten Naturereignisse infolge von Unwettern gaben das Land Tirol und die GeoSphere Austria bis Dienstagmittag eine Regenwarnung (Warnstufe „Orange“, Stufe 3 von 4) für den Nordtiroler Hauptkamm und das Unterland aus. Muren und Überflutungen sind möglich.
Laut Prognosen der GeoSphere Austria liege der Schwerpunkt der Regenschauer im Bereich der Brennerregion sowie im hinteren Zillertal. Insbesondere in den Nachstunden könnte es dort teils heftig regnen.
Gefahr in „vorbelasteten“ Regionen
„In den vergangenen Tagen kam es in diesem Gebiet bereits zu teils starken Niederschlägen. Die Wetterwarnung gilt für das gesamte prognostizierte Gebiet und insbesondere auch für jene Regionen, die bereits in den vergangenen Tagen von Unwettern betroffen waren“, betont Elmar Rizzoli, Leiter des Tiroler Zentrums für Krisen- und Katastrophenmanagement.
Punktuell kann es zu Spitzen von bis zu 80 Liter pro Quadratmeter kommen.
Elmar Rizzoli, Leiter Zentrum für Krisen- und Katastrophenmanagement
Bild: Birbaumer Christof
Durch „diese Vorbelastung“ steige die Gefahr von lokalen Überschwemmungen oder Muren. „Laut aktuellen Prognosen sind rund 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter an Niederschlägen zu erwarten – punktuell kann es jedoch zu Spitzen von bis zu 80 Liter pro Quadratmeter kommen“, so Rizzoli.
Weggerissene Brücken, Zivilschutzalarm
In den vergangenen Tagen kam es in Tirol immer wieder zu heftigen Unwettern. So etwa erst am Wochenende im Stubaital. In Fulpmes wurden zwei Fußgängerbrücken von Sturzfluten mitgerissen. Verletzt wurde zum Glück niemand.
Eine Naturkatastrophe größeren Ausmaßes hatte sich hingegen zu Beginn vergangener Woche im nahe gelegenen Gschnitz ereignet. Für die Gemeinde war Zivilschutzalarm und AT-Alert ausgelöst worden. Grund waren Murenabgänge, Hangrutschungen, und Überschwemmungen. Insgesamt seien rund 20 Häuser beschädigt worden – eines davon wurde regelrecht weggerissen. Wie durch ein Wunder gab es keine Verletzten.
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