"Krone": Herr Wechner, wie gehen Sie mit der anhaltenden Kritik an dem Projekt um?
Matthias Wechner: Es macht mich ehrlich gesagt traurig, vor allem die Art und Weise. Denn ich bin sehr stolz auf diesen Auftrag. Außerdem wurden alle Verträge offengelegt.
"Krone": Man kennt Ihre Mitarbeiter, wie sie bewaffnet und in Uniform vor Banken Wache stehen. Wir schaut der Alltag im Schubhaftzentrum aus?
Wechner: Wir werden dort insgesamt 100 Mitarbeiter aus der Region beschäftigen. Niemand von ihnen wird bewaffnet sein, es gibt auch keine Uniformen. Nur Polos und legere Hosen. Waffen tragen dort nur die 55 Polizisten. Wir sind auch nicht als Wachen dort.
"Krone": In dem Zentrum warten bis zu 200 Menschen auf ihre Abschiebung. Welche Aufgabe müssen Ihre Leute dort erfüllen?
Wechner: Sie sind für die Betreuung der Wohnbereiche zuständig und sind Ansprechpartner für die Schubhäftlinge. Praktisch Mädchen für alles. Dafür bekommen auch alle eine spezielle Ausbildung, etwa in Sprachen, Psychologie und Konfliktprävention.
"Krone": Es ist das erste Mal, dass ein privates Unternehmen und der Staat auf diesem Gebiet zusammenarbeiten. Ein Projekt mit Zukunft?
Wechner: Auf alle Fälle. In anderen Ländern ist das längst kein Thema mehr. Langfristig kommt es dem Staat und den Gemeinden billiger. Und die Polizei kann sich auf ihre Kernaufgaben konzentrieren.










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