Zeigten sich im Frühjahr 2005 noch 62 Prozent der Befragten als sehr zufrieden mit der Kollegenschaft, so sind es im Herbst nur noch 57 Prozent. Den größten Rückgang verzeichnen die Beschäftigten mit Hochschulabschluss - die Zufriedenheit mit den Beziehungen zu den Mitarbeitern ist um 15 Prozentpunkte gesunken - nur mehr 40 Prozent geben an, sehr zufrieden zu sein. Im öffentlichen Dienst beträgt der Rückgang neun Prozentpunkte (von 59 auf 50 Prozent), bei den Älteren beläuft sich der Rückgang ebenfalls auf neun Prozentpunkte (von 62 auf 53 Prozent).
Männer mehr gestresst
Die Belastung durch Innovationen am Arbeitsplatz hat im vergangenen Halbjahr zugenommen. Vor allem im öffentlichen Dienst fühlen sich viele Menschen durch technische und organisatorische Veränderungen betroffen. Auch die Belastung durch sich ständig ändernde Arbeitsabläufe und Anforderungen ist gestiegen - und zwar um fünf Prozentpunkte im Halbjahresvergleich. Es sind jeweils die Männer, die sich im Vergleich zum Frühjahr mehr Stress ausgesetzt fühlen.
Pflichtschul-Absolventen mit Einkommen unzufrieden
Arbeitnehmer, die nach der Pflichtschule keine weitere Ausbildung absolviert haben, fallen bei der Zufriedenheit mit dem Einkommen weiter zurück. Während im Frühjahr jeder Fünfte dieser Gruppe angab, das Einkommen reiche nicht aus, so ist es im Herbst bereits jeder Vierte. Bei allen anderen hat sich diesbezüglich seit dem Frühjahr nur wenig verändert.
Ein Hauch von Optimismus
Ältere Arbeitnehmer bewerten derzeit ihre Chancen auf einen neuen Job zwar leicht besser als noch im Frühjahr, sie liegen aber immer noch abgeschlagen hinter den jüngeren Beschäftigten. Nur rund ein Viertel der Älteren schätzt seine Chancen am Arbeitsmarkt als gut ein. Generell sind 48 Prozent aller Befragten der Meinung, über gute Chancen zu verfügen, 52 Prozent sind der gegenteiligen Ansicht - im Frühjahr waren noch 53 Prozent pessimistisch gewesen.
Für den Präsidenten der Arbeiterkammer Oberösterreich, Dr. Johann Kalliauer, belegen die vorliegenden Zahlen einmal mehr die Warnungen der AK: "Wer Arbeit hat, ist immer mehr Druck ausgesetzt, in noch kürzerer Zeit noch mehr zu leisten, nur um für die Unternehmen noch mehr Profit zu schaffen. Gleichzeitig werden die Löhne nach unten gedrückt, bei den schlecht Ausgebildeten reicht das Geld oft schon jetzt nicht aus."










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